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Blick in das neue Quartier nach dem Siegerentwurf von Hähnig – Gemmecke und S. Fromm.

Ideenwettbewerb

DAS soll aus dem US Hospital in Rohrbach werden

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Heidelberg-Rohrbach: 33 Architekten hatten an dem Ideenwettbewerb für das US Hospital in Rohrbach teilgenommen. Jetzt stehen die Gewinner fest. Das soll aus dem Gelände werden:

33 Architekten- und Planungsbüros haben für den Ideenwettbewerb zur Konversionsfläche US Hospital in Rohrbach ihre Entwürfe eingereicht – jetzt hat die Jury die Arbeiten bewertet und einen Sieger gekürt: Der erste Preis geht an das Architekturbüro Hähnig – Gemmecke (Tübingen) die den Entwurf gemeinsam mit dem Landschaftsplaner Stefan Fromm (Dettenhausen) erarbeitet haben.

Insgesamt besticht die Arbeit durch die besonders gelungene Anbindung an die umgebenden Stadtteile sowie durch eine gute Verteilung und Proportionierung der öffentlichen Freiraumangebote“, erklärt die Jury. 

Seit August dieses Jahres hatten die Architekturbüros an ihren Entwürfen für den von der Stadt Heidelberg ausgelobten Wettbewerb gearbeitet. Vorgabe war, auf dem rund neun Hektar großen Areal westlich der Karlsruher Straße eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Bildungseinrichtungen vorzusehen. Im Vordergrund sollte die Nutzung als Wohngebiet stehen. 

Für zwei denkmalgeschützte Gebäude – ein Theater und eine Sporthalle – sollten zudem neue Nutzungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Ein besonderes Augenmerk sollten die Planer zudem auf die Vernetzung des ehemaligen Kasernengeländes mit den umliegenden Stadtvierteln Alt-Rohrbach und Hasenleiser legen. 

Stärken des Siegerentwurfs 

Genau diese Aufgabe hat der Siegerentwurf am besten erfüllt“, erklärt Heidelbergs Erster Bürgermeister Bernd Stadel, der Mitglied der Fachjury war. „Die Arbeit sieht drei optimal an die Umgebung angebundene und präzise platzierte Quartierszugänge vor. Auch der zentrale Quartierspark, der ebenso dem bestehenden Hasenleiser dienen soll, ist sehr gut angeordnet“, lobt Stadel. Mit einer Bruttowohnfläche von rund 50 000 Quadratmeter – was nach gängigen Durchschnittsgrößen rund 500 Wohnungen entspricht – wurde auch der Schwerpunkt richtig gesetzt.  

Im Zentrum stehen fünf Wohnblöcke mit jeweils gut nutzbaren Innenhöfen um einen etwa 6.000 Quadratmeter großen Park, der sehr gut mit den angrenzenden Geländen vernetzt ist. Für das bisherige Theater sieht der Entwurf auch künftig eine kulturelle Nutzung vor. In der Sporthalle ist ein Quartierstreff angedacht. In dem bestehenden und sehr markanten Längsbau an der Karlsruher Straße könnten Büros und Gewerbe, in den beiden Bestandgebäuden im Norden eine Kita sowie Studentenwohnungen untergebracht werden. 

Der zweite und dritte Platz

Die Jury vergab zudem zwei zweite Preise an die Arbeiten von Teleinternetcafé (Berlin)/TH Treibhaus (Hamburg) sowie ap88 (Heidelberg)/Bresch Henne Mühlingshaus (Bruchsal). Einzelne Elemente dieser beiden Arbeiten sind sehr überzeugend und könnten in den Siegerentwurf eingearbeitet werden – beispielsweise wurde bei der Arbeit des Büros Teleinternetcafé die Vielfältigkeit der Baustrukturen und ein Neubauakzent an der Karlsruher Straße gelobt. Beim Entwurf des Heidelberger Büros ap88 überzeugte die Lage des Stadtparks und die Öffnung des Quartiers in Richtung Westen. 

Die Entwürfe des Ideenwettbewerbs werden den Bürgerinnen und Bürgern bei einem Bürgerforum am 10. März 2015 vorgestellt. Anschließend dienen die prämierten Arbeiten als Grundlage für die weitere Konkretisierung der Bebauung in Form eines Rahmenplans, aber auch schon bei der Suche nach Investoren sowie der Aufstellung eines Bebauungsplans. 

Ausstellung der Entwürfe

Alle eingereichten Entwürfe sind noch bis zum 19. Dezember bei einer Ausstellung in der alten Feuerwache zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Samstag, 11 bis 15 Uhr; Montag bis Donnerstag, 15 bis 19 Uhr, und Freitag 12 bis 20 Uhr. Öffentliche Führungen sind dienstags, mittwochs und donnerstags, jeweils 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Stadt Heidelberg/mk

Quelle: Heidelberg24

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