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Schwere Unwetter in Deutschland

Hochwasserhelfer: Anspruch auf Freistellung von Job!

Heidelberg - Die heftigen Unwetter vom Wochenende hielten die Metropolregion in Atem. Was viele nicht wissen: Hochwasserhelfer müssen vom Arbeitgeber freigestellt werden. Wann diese Regelung gilt:

In Folge der schweren Unwetter über der Metropolregion kam es vielerorts zu starken Überschwemmungen und Hochwasser. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Anspruch auf Freistellung vom Job aus, wenn man helfen möchte?

Dauerregen hält Feuerwehren in Atem

Arbeitgeber müssen Mitarbeiter freistellen, die zum Beispiel bei Freiwilliger Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk organisiert sind und nun beim Unwetter helfen. Den Lohn erhalten sie weiter.

Darauf weist Michael Eckert hin, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins. Voraussetzung ist, dass die Kommune einen Noteinsatz angeordnet hat und die Organisationen, in denen der Mitarbeiter Mitglied ist, gefragt sind. Außerdem müssen Arbeitnehmer zu der Einsatztruppe gehören, die nun gebraucht wird. 

>>> Baden-Württemberg: Neue Unwetter drohen!

Achtung: Auch wer NICHT in der Feuerwehr oder anderen Hilfseinrichtungen organisiert ist, hat unter Umständen einen Anspruch auf Freistellung vom Job bei Bezahlung. Das ergibt sich aus Paragraf 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Voraussetzung dafür ist, dass Mitarbeiter unmittelbar vom Unwetter betroffen sind. Das ist der Fall, wenn ihnen selbst zum Beispiel das Haus mit Wasser gelaufen ist, aber auch wenn das bei Verwandten oder Nachbarn der Fall ist. Die Grenze für die bezahlte Freistellung wird bei rund einer Woche liegen, sagt Eckert.

In einigen Arbeitsverträgen ist die Anwendung von Paragraf 616 BGB allerdings ausgeschlossen. Ist das der Fall, bleibt Mitarbeitern nur, Urlaub einzureichen.

Wer wegen des Unwetters der Arbeit fernbleiben muss, sollte auf jeden Fall den Arbeitgeber so früh wie möglich informieren, um Ärger oder Irritationen zu vermeiden.

Wiesen und Spielbereiche durch Hochwasser beschädigt!

dpa/rob

Quelle: Heidelberg24

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