Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
1 von 27
Mit dem Plakate-Chaos …
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
2 von 27
… soll in Heidelberg bald Schluss sein.
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
3 von 27
Die neue Plakatierungsordnung ersetzt die Holzträger …
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
4 von 27
… durch anthrazitfarbene Metallsysteme.
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
5 von 27
Neu (Metall) neben alt (Holz).
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
6 von 27
Neu (Metall) neben alt (Holz).
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
7 von 27
Auch die Dreiecksständer kommen im metallenen Einheitslook.
Veranstaltungsplakate, Plakate, Heidelberg, Plakatträger, Plakatierungssatzung
8 von 27
Auch die neuen Dreiecksständer kommen im metallenen Einheitslook.

Neue Plakatierungssatzung greift ab 1. Juli

Stoppt neue Satzung das Plakate-Chaos?

  • schließen

Heidelberg – In Sorge um das Stadtbild versucht die Stadt das „ausufernde Plakatieren“ einzudämmen. Dazu soll die Plakatierungssatzung beitragen, die zum 1. Juli in Kraft tritt …

Die Satzung sieht vor, dass die Zahl der erlaubten Plakate in Heidelberg auf 2.400 reduziert wird. Bislang waren es über das gesamte Stadtbild verteilt rund 3.500.

Gleichzeitig stellt die Stadt damit von „Negativ-“ auf „Positivstandorte“ um: Anstatt wie bisher lediglich vorzuschreiben, wo nicht plakatiert werden darf (z.B. auf der Hauptstraße), bekommen die Kulturinstitutionen jetzt feste Standorte, die nur mit ihren Plakaten bestückt werden.

Metall statt Holz

Das Plakatierungskonzept sieht über 1.500 anthrazit-farbene Metallrahmen und über 200 Dreiecksständer vor, die die Flut von Holzständern ersetzen sollen, die bislang das Straßenbild an Geländern, Ampeln oder Straßenschildern „zieren“. Die neuen Plakatsysteme werden von der Firma Ströer geliefert.

Die Montage der Rahmen und Dreiecksständer hat die Stadt gleich selbst übernommen, um „den Bewegungsraum für Fußgänger sicherzustellen und Gehwege weiterhin übersichtlicher zu gestalten“, wie es in der Satzung heißt. Kostenpunkt für Montage der Plakatsysteme und  Einrichtung der Standorte: 204.600 Euro

Derzeit sind bereits 1.170 Plakatträger und 129 Dreiecksständer im Stadtgebiet angebracht (Stand: 15. Mai) – es sei deshalb davon auszugehen, „dass der Zeitplan eingehalten wird“, so eine Sprecherin der Stadt Heidelberg. 

Jahreskontingente für elf Veranstalter

Veranstalter, die regelmäßig über das Kalenderjahr hinweg Events durchführen, bekommen jetzt Jahresplakatkontingente. Rund zwei Drittel der 2.400 Plakate sind für diese „Kontingent-Veranstalter“, wie es die Satzung verschwurbelt ausdrückt, vorgesehen.

Zu den elf Kontingent-Veranstaltern zählen das Kulturhaus Karlstorbahnhof, das Theater Heidelberg, das Kurpfälzisches Museum, das Deutsch-Amerikanisches Institut (DAI), die Halle 02, die Diskothek Nachtschicht, der Schwimmbad Musikclub, das Taeter Theater, das Kulturfenster, das AHA UnterwegsTheater und der Heidelberger Kunstverein.

Bis zu 600 Plakate zu Stoßzeiten

Beispiel Kulturveranstalter: Zu Spitzenzeiten hingen pro Monat bis zu 250 Plakate der Halle 02 im Stadtgebiet, verrät Geschäftsführer Hannes Seibold. Künftig werde man aber nur noch 120 Plakate hängen können.  

Beim Karlstorbahnhof waren es hingegen immer 180 Monats- und bis zu 600 Wochenplakate, sagt Tobias Breier: „Nach der neuen Plakatierungsordnung hängen von uns das ganze Jahr über stets 300 Plakate im Stadtbild.“

Die gleiche Zahl an festen Standorten – 300 – wird auch das Theater und Orchester der Stadt Heidelberg ab 1. Juli für seine Plakate zur Verfügung haben. 

Gestiegene Nutzungsgebühren

Schwierigkeiten mit den gestiegenen Nutzungsgebühren scheinen die Veranstaltern indes nicht zu haben. Entgegen der ursprünglichen Kalkulation wurden die Gebühren angehoben: Künftig fallen pro Plakat 2,29 Euro oder für einen Plakatierungszeitraum von 14 Tagen 68,70 Euro je „Netz“ (30 Plakate) an.

Unsere Kalkulation hat ergeben, dass wir unterm Strich gleich viel Geld für Plakatierung ausgeben wie bisher. Es sind zwar weniger Plakate, aber dafür können wir sie länger hängen lassen und besser im Voraus planen“, sagt Breier. Auch für die Halle steigen die Kosten für die Genehmigung durch die Stadt und das Hängen durch die Anbieter nicht, ergänzt Seibold.

Positives Echo bei den Institutionen

Hannes Seibold von der Halle 02 zeigt sich mit der Plakatierungssatzung „grundsätzlich einverstanden: Man kan n nun Plakate deutlich früher hängen, da man völlig freie Hand hat, im Rahmen seines Kontingents. Vorher konnte man Plakate erst sieben Tage vor der Veranstaltungen hängen, was für Konzerte sehr spät ist. Wenn nun eine bekannte Band im Dezember bei uns spielt, kann ich schon im Mai drauf aufmerksam machen und damit den Vorverkauf anschieben.

Weniger Plakate, mehr strategische Flexibilität, weniger Bürokratie“, fasst Tobias Breier die neue Plakatierungssatzung zusammen. Seit der Nachbesserung der Trägersysteme und der Dreiecksständer sei man insgesamt zufrieden. Allerdings brauche der Karlstorbahnhof eigentlich mehr Plakate, da man das TiKK (Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof), das EWZ (Eine-Welt-Zentrum) und externe Festivals wie Enjoy Jazz und Queer Festival aus dem Kontingent mitversorgen müsse.

Geringere Bürokratie nennt auch Caroline Thiemann als positiven Aspekt der neuen Satzung: „Bisher haben wir ungefähr einmal pro Monat die Plakatierung für die Veranstaltungen des kommenden Kalendermonats beim Bürgeramt beantragt, das uns dann eine schriftliche Genehmigung für jede einzelne Plakatierung ausstellte zusammen mit Klebeetiketten für die einzelnen Plakate und uns eine Rechnung stellte“, so Thiemann.

Grundsätzlich profitieren aus unserer Sicht aber alle Veranstalter davon, wenn die Plakatierung sinnvoll geregelt ist. Unter einem Plakatchaos leidet auch die Sichtbarkeit der Veranstaltungen“,  befindet Breier.

rmx

Quelle: Heidelberg24

Mehr zum Thema

Nachtumzug zum 55. Jubiläum

Nachtumzug zum 55. Jubiläum

RTL-Show: Diese Ludwigshafenerin will den Bachelor

RTL-Show: Diese Ludwigshafenerin will den Bachelor

„Handmadelove“: Der Design-Markt im Schwetzinger Schloss

„Handmadelove“: Der Design-Markt im Schwetzinger Schloss

Kommentare