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Der Standort Grenzhof Ost ist für Windräder nicht geeignet. (Symbolbild)

Da waren‘s nur noch zwei...

Grenzhof Ost für Windräder ungeeignet! 

Heidelberg – Nach einer hitzigen Diskussion um die Standorte für die Windräder ist nun einer der Favoriten, Grenzhof Ost, nicht mehr im Rennen. Der Grund dafür: 

Als potenzieller Standort für Windräder ist der Grenzhof Ost in Heidelberg nach Aussage der Flugsicherung des Regierungspräsidiums Karlsruhe ungeeignet, weil der dortige Luftraum stark von Rettungshubschraubern genutzt wird.

Der Grenzhof befindet sich in der Nähe zum Universitätsklinikum Heidelberg und vielen weiteren Kliniken mit Hubschrauberlandplätzen und demzufolge „zu nahe an einem Flugbereich, der für schnelle Hubschrauberverbindungen benötigt wird“. Außerdem würden die Rettungshubschrauber oft auch bei schlechtem Wetter starten (geringe Sichtweiten, niedrige Wolkenuntergrenzen).

>>>Windkraft: Heiße Diskussion um Favoriten-Standorte!

Gegen die beiden anderen möglichen Heidelberger Standorte Drei Eichen und Kirchheimer Mühle hat die Behörde keine Einwände, sie können weiter im Planverfahren bleiben.

>>>Gemeinderat stimmt für drei mögliche Standorte!

Von den ursprünglich sieben potenziellen Standorten auf Heidelberger Gemarkung sind damit noch Drei Eichen und Kirchheimer Mühle im Rennen. Jedoch müssen für die Areale noch folgende Fragen geklärt werden: 

Drei Eichen

Die Untere Naturschutzbehörde hat den Standort unter Vorbehalt als geeignet eingestuft. Es ist zu prüfen, ob und in welchem Maße Uhus oder Fledermäuse hier ihren Lebensraum haben.

Kirchheimer Mühle

Für den Standort sind ergänzende artenschutzrechtliche Untersuchungen erforderlich.

Zudem soll geprüft werden, ob es möglich ist, die vom Nachbarschaftsverband bisher zugrunde gelegte Regelung einer Mindestanzahl von drei möglichen Windrädern pro Standort dahingehend zu ändern, dass im Einzelfall auch weniger – also nur ein oder zwei Windräder pro Standort – möglich sein können. Ob dies möglich ist, wäre in der Verbandsversammlung zu diskutieren. Ein entsprechender Beschluss müsste dann im gesamten Verbandsgebiet gelten.

So geht es weiter

Der nächste Gremienlauf beginnt mit einer gemeinsamen Sitzung der vier betroffenen Bezirksbeiräte der Stadtteile Emmertsgrund, Boxberg, Kirchheim und Rohrbach.

Die Sitzung findet am Donnerstag, 23. Juni 2016, um 19 Uhr im Bürgerhaus Emmertsgrund statt und ist öffentlich. Anschließend wird das Thema am Mittwoch, 29. Juni, im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss behandelt und am Donnerstag, 21. Juli, im Gemeinderat diskutiert.

Hintergrund

Momentan sind Windenergieanlagen aufgrund des bestehenden Regionalplans „Windenergie“ im Verbandsgebiet des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim rechtlich nicht zulässig.

>>> Hier geht‘s zu unserer Themenseite Windkraft Rhein-Neckar

DiesesBauverbot wird jedoch in absehbarer Zeit entfallen. Damit werden Windenergieanlagen grundsätzlich überall möglich, solange keine sonstigen öffentlichen Belange entgegenstehen. Eine gezielte Standortsteuerung ist dann nur über einen Flächennutzungsplan möglich. Diesen erarbeitet der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim derzeit (für 18 Mitgliedskommunen).

Mehr Informationen gibt es hier.

Stadt Heidelberg/kp

Quelle: Heidelberg24

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