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Gefährlich: Radfahrer muss sich in den fließenden Verkehr an der Kurfürsten-Anlage einfädeln, weil ein Auto den Radweg blockiert.

Da wird's gefährlich

(Un)sichere Radwege in Heidelberg

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Heidelberg - Fahrradfahrer in Heidelberg haben ein "äußerst offensives Fahrverhalten". Das hat zumindest die "plus5" Aktion in diesem Jahr herausgefunden. Stimmts? HEIDELBERG24 sagt "Nein!"

Heidelberg soll "eine der fahrradfreundlichsten Städte in Baden-Württembergs" sein, sagt zumindest die Initiative RadKULTUR. Von wegen!, sagt HEIDELBERG24. Manche Radwege enden abrupt, Beispiele: 

Unterwegs auf (un)sicheren Radwegen in Heidelberg

1. Am Römerkreis: hier heißt es entweder Absteigen oder Schieben.

2. An der Neckarwiese: Nicht nur, dass der Radweg unvermittelt endet und man sich in den normalen Verkehr einfädeln muss, nein: zudem wird der Weg auch noch von zahlreichen Fußgängern bevölkert. 

Andere Radwege laufen direkt in eine Baustelle, so wie der am Bahnhof in Richtung Mannheim. Der Leiter des Umwelt Prognose Instituts Dieter Teufel kennt aber noch mehr solcher Stellen, die "scheinbar sicher sind, in Wirklichkeit aber ein großes Gefahrenpotential bergen". 

Beinahe lebensgefährlich ist, laut Teufel, die Eppelheimer Straße nach Pfaffengrund. "Dort gibt es Radwege auf beiden Seiten. "Da denkt dann jeder: das ist ja perfekt gelöst" sagt Dieter Teufel. Doch, so erklärt er, führt der Weg an zahlreichen Ein- und Ausfahrten vorbei. Autofahrer, die abgelenkt sind, oder die Radler nicht kommen sehen, stoßen häufig mit diesen zusammen. In den letzen fünf Jahren haben unaufmerksame Autofahrer so 66 Unfälle fabriziert. 58 Fahrradfahrer wurden verletzt und einer starb sogar infolge eines solchen Zusammenpralls. 

Hier läuft es fast schon rund:

Paradebeispiel für die scheinbaren Radrüpel ist die Ernst-Walz-Brücke. Die Verkehrsader führt direkt ins naturwissenschaftliche Zentrum Heidelbergs. Dort verteilen Polizisten im Rahmen der Aktion "plus 5 – Minuten die schützen" häufig "Denkzettel" an Radfahrer im Namen der Sicherheit. Dabei geraten Radler ins Visier, die zu schnell, mit zu wenig Abstand oder gar als Geisterfahrer unterwegs sind. 

"Die Brücke war in der Tat sehr gefährlich für Radler" sagt Dieter Teufel. Aber deswegen, weil eine drei Zentimeter hohe Kante Rad- und Gehweg trennte. Dadurch kam es zu einer enormen Masse an Stürzen, sagt Teufel (UPI). Diese Gefahrenstelle wurde mittlerweile auf Anraten des UPI beseitigt. 

"Es gibt in Heidelberg Stellen, da denkt man, die sind gefährlich, sind es aber nicht", erklärt Dieter Teufel. Eine solche Stelle ist die Plöck. Dort gibt es Fahrradverkehr in beiden Richtungen, parkende und fahrende Autos in nur einer Richtung. In der Plöck wird aufeinander Rücksicht genommen. Für mehr Sicherheit sorgt die Tempo 15 Beschränkung.

Der passionierte Radler Oberbürgermeister Würzner nahm vor zwei Jahren an einer Radtour durch die Rohrbacher Straße teil. Dank dieser Tour wurde links und rechts ein Radstreifen auf dieser überbreiten Straße eingezeichnet. 

Bei 150 Kilometer Radwege und 120.000 Fahraddfahrten pro Tag, wie Dieter Teufel weiß, gibt es bestimmt noch weitere Radwege, die abrupt enden, wie der am Römerkreis, oder einfach so gefährlich sind.

Heute verteilte die Polizei übrigens im Rahmen der Aktion "plus5" leckere Brötchentüten an verkehrsfeste Radler.

Kennst du auch Stellen in Heidelberg, die gefährlich sind für Radfahrer?

tin

Quelle: Heidelberg24

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