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Bald schon eine 30er-Zone: Die Sofienstraße in Heidelberg.

Pilotprojekt Sofienstraße

Tempo 30 bald auch in den Neckarstaden?

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  • Jürgen Brückmann
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Heidelberg-Altstadt - Ein Jahr lang wird die Sofienstraße zur Tempo-30-Zone. Jetzt soll auch geprüft werden, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung auf die Neckarstaden ausgeweitet wird.

Ein schmaler Radweg, rückwärts ausparkende Autos, ein Taxi-Stand, Massen an Fußgängern und Ab- und Zufahrten des ÖPNV auf und vom Bismarckplatz! Die Verkehrssituation in der Sofienstraße ist alles andere als sicher.

Nun wird die Verkehrsbehörde gemeinsam mit der Polizei eine neue Geschwindigkeitsbeschränkung umsetzen. Künftig heißt es in der Sofienstraße also: Tempo 30!

Das neue Tempolimit gilt zunächst für ein Jahr – danach soll die Unfallstatistik zeigen, ob die Begrenzung dauerhaft eingeführt wird.

„10% weniger Unfälle wären schon ein Erfolg“, so Jürgen Kuch vom Verkehrsmanagement der Stadt im Stadtentwicklungsausschuss. Auf Antrag von Christoph Rothfuß (Grüne) soll nun auch geprüft werden, welche Auswirkungen eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich der Neckarstaden haben kann.

Ergebnisse der Aktion „plus5 – Minuten die schützen“

Dieter Schäfer, Polizeidirektor des Präsidiums Mannheim und Leiter der Verkehrspolizeidirektion, stellte im Ausschuss erste Ergebnisse der Aktion „plus5 – Minuten die schützen“ vor – eine Präventionskampagne zur Reduzierung von Radfahrunfällen im Stadtgebiet Heidelberg. Demnach habe sich die Zahl der Unfälle mit Radfahrern besonders in den Morgenstunden um 42 Prozent verringert. Allerdings stieg die Zahl der Unfälle mit Radfahrern auf 333 im letzten Jahr (2013: 245). Während in den letzten Jahren mehrheitlich Autofahrer Unfälle mit Radfahrern verschuldeten, „habe sich die Verursacherschaft gedreht“, so Schäfer, der die geplanten Baumaßnahmen für Radwege und Radbrücken begrüßte. Die Aktion „plus5“ wird im Frühjahr und Sommer fortgesetzt.

Laut eines Gutachtens wird das Verkehrsaufkommen auf dem Czerny-Ring bis 2025 um 80 Prozent zunehmen. Mit zehn Ja-Stimmen (CDU, SPD, die Heidelberger) gegen vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Stadtentwicklungsausschuss vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung den geplanten Umbau des Rings auf je zwei Fahrspuren und einen separaten Radweg pro Richtung. Dazu ist auch ein 2,50 Meter breiter Fußweg mit Querungsmöglichkeiten geplant. Auf der Südseite des Czerny-Rings soll die Straßenbahntrasse verlaufen.

jbr/rob

Quelle: Heidelberg24

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