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Bei einer Einsatzfahrt durch die Altstadt ist Präzisionsarbeit erforderlich!

Das wird eng!

Falschparker – Kein Durchkommen für die Feuerwehr

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Heidelberg-Altstadt – 2,40 Meter breit ist das Feuerwehrauto, dass sich am Montag durch die Altstadt manövriert. Allein die engen Gassen Heidelbergs machen eine Einsatzfahrt schon zu einer knappen Sache...

... doch wenn sich dann auch noch Falschparker in den Weg stellen, kann das im Notfall sogar tödlich enden: Wenn die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten in dieser Form blockiert werden, geht wertvolle Zeit verloren.

Knappe Sache – Mit dem Feuerwehrauto durch die Altstadt

Die verwinkelten Gassen der Altstadt sind zwar besonders schön anzusehen, schaffen im Rettungseinsatz aber einige Probleme. Es reicht schon, wenn ein Auto etwas zu nahe an der Straßenecke parkt – und schon kriegt selbst ein erfahrener Fahrzeugführer nicht mehr die Kurve.

Auf einer Fahrt mit einem Feuerwehreinsatzfahrzeug durch eben diese engen Gassen wird am Montag demonstriert, welche Auswirkungen rücksichtloses Parken auf einen Notfall haben kann.

Hier ist Millimeterarbeit gefragt!

Schon nach kurzer Zeit geht es nicht mehr weiter – ein Mini-Van steht zwar nicht im Halteverbot, ist aber viel zu lang für den Parkplatz auf dem er steht. Er hat mit seiner Parkweise eine gefährliche Engstelle gebildet, die im Notfall wichtige Zeit kosten könnte.

Nur mit viel Geduld und viel Präzisionsarbeit kann das Einsatzfahrzeug passieren – der Wagen muss weg!

Doch überstürzt abgeschleppt wird in Heidelberg keiner: Zunächst stellt die Dienststelle schnellstmöglich die Telefonnummer des Fahrzeughalters fest und bittet diesen den Van zu entfernen.

In diesem Fall geht alles gut: Der Autobesitzer kommt nach fünf Minuten herbeigeeilt und fährt seinen Wagen weg. Einem Knöllchen kann er damit natürlich trotzdem nicht entgehen, etwa 25 Euro Bußgeld kommen auf ihn zu.

Sollte allerdings ein Falschparker telefonisch nicht erreichbar sein, dann wird abgeschleppt. Je nachdem wie lange der Abschleppdienst braucht, kann aber auch das 20 Minuten oder länger dauern. 

Deswegen schieben die Feuerwehrfahrzeuge im akuten Notfall auch mal ein Auto beiseite – denn wer hat schon Zeit auf den Abschleppwagen oder den Besitzer zu warten, wenn es brennt?

Die Fahrt geht weiter durch die Gassen der Altstadt. Richtig eng wird es durch einen Volkswagen im Halteverbot – auch dieser Falschparker kann sich nun stolzer Besitzer eines Strafzettels nennen.

Nur mithilfe von Handzeichen klappt die knappe Fahrt durch die Altstadt-Straßen. Beeindruckend welche Feinarbeit die Fahrzeugführer leisten müssen.

„Das müssen sie sich dann mal nachts vorstellen!", so Thomas Fitzau von der Feuerwehr (Sachgebiet Einsatzplanung)

Es gibt natürlich auch Stellen, die nicht befahrbar sind. In dem Fall muss die Ausrüstung dann zu Fuß weitertransportiert werden – bis zu 50 bis 80 Meter weit. Deswegen müsse vor allem im Ortskern und in den älteren Stadtteilen schon vor der Fahrt alles organisatorisch geregelt sein, betont Fitzau.

Verstärkte Parkkontrollen im April

Auf den Heidelberger Straßen werden pro Jahr durchschnittlich 120.000 Verwarnungen wegen Falschparkens erteilt, davon über 23.500 allein in der Altstadt. 

Doch vom 20. bis zum 24. April haben in der Altstadt die Falschparker keine Chance: In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wird der Gemeindevollzugsdienst wieder eine Sonderaktion durchführen und auch in den Abendstunden verstärkt die Einhaltung der Parkregeln kontrollieren. Der Fokus der Aktion liegt dieses Jahr auf der Freihaltung der Rettungswege für Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Aber auch Autobesitzer, die mit ihrer Parkweise den Verkehr behindern oder unberechtigt parken, müssen damit rechnen abgeschleppt zu werden.

kab

Quelle: Heidelberg24

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