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Rund 30 Menschen hat Irina Schönleber für den Dreh am Samstag mobilisiert.

Kampagne "I Stand Up for Animals"

Stylish, schick und ...vegan?

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Heidelberg/ Aglasterhausen – Irina Schönleber macht es mit ihrem Modelabel „lovesign“ vor. Am Samstag entsteht der Imagefilm für ihre Kampagne – mit prominenter Unterstützung!

Hunderte Einkaufslustige fröhnen an diesem frühlingshaften Samstagmittag wieder ihrer ungebremsten Konsumlaune. Keiner von ihnen ahnt, dass auf dem Platz vor dem psychologischen Institut gerade ein Imagefilm für vegane Mode gedreht wird.

Irina Schönleber weiß beim Shooting wo‘s langgeht.

Irina Schönleber steht inmitten ihrer rund 30 Helfer und Darsteller und erklärt, wie die Dreharbeiten ablaufen sollen. Die 35-jährige Erfinderin des veganen Modelabels „lovesign“ möchte ab Mitte April ins Crowdfunding gehen, um ihr Label bekannter zu machen und die finanzielle Basis zu sichern. 

Der Film zur Kampagne „I Stand Up for Aminals“ soll dabei helfen und zeigt ihre Vision von Veganismus, Tierschutz und veganer Mode: Wenn einer etwas vormacht und dabei stylish und cool ist, ziehen andere nach.

Dafür hat sie sich auch prominente Unterstützung ins Boot geholt: Den veganen Starkoch Björn Moschinsksi

Ein Star in der Szene: Björn Moschinski (l.) bespricht sich mit den Teilnehmern.

Der Besitzer eines veganen Restaurants in Berlin, Buchautor und Vegan-Coach ist vor Kurzem nach Mannheim gezogen. Mit Irina Schönleber, die mit ihrer Familie in Aglasterhausen lebt, ist er schon länger befreundet.

Von der Fleischliebhaberin zur Veganerin

Angefangen hat alles vor zwei Jahren, als sich Irina Schönleber und ihre Familie – Mann, Kinder und Hund (!) – dazu entschieden haben, vegan zu leben.

Zwar hat die 35-Jährige vorher schon darauf geachtet, nur Fleisch aus ökologischer Tierhaltung zu kaufen, mit Veganismus hatte sie bis dato aber noch nichts am Hut.

„Ich habe mich dann über‘s Internet informiert“, erzählt sie HEIDELBERG24. Kurz darauf kam das erste Kochbuch von Vegan-Guru Attila Hildmann.

„Am einfachsten, man sieht es mir an!“

Ruck zuck wollte Schönleber mit der Erkenntnis, wie viel besser es ihr und ihrer Familie mit dem Lebenswandel geht, auch ein Zeichen für Andere setzen. „Die Diskussionen über Veganismus sind nicht so einfach.“, findet die studierte Modedesignerin und beschließt: „Am einfachsten, man sieht es mir einfach an, dass ich Veganerin bin!“ 

Ein aussagekräftiges T-Shirt muss her, doch was die modebewusste Mutter im Internet findet, gefällt ihr gar nicht: Nur schwarz-grüne Shirts mit radikalen Prints und über allem schwebt das Klischee der abgemagerten, langweilig aussehenden Tierprodukt-Verweigerer.

Also hat sich die 35-Jährige selbst Shirts ausgedacht und ist im September 2014 auch direkt mit ihrer Idee online gegangen. Seitdem gibt es „lovesign“, ein noch sehr kleines Modelabel. 

Überall steckt „Tier“ drin

Aber was, außer Leder und Wolle, kann denn an Kleidung nicht vegan sein? Schönleber zählt nur ein paar wenige Beispiele auf, schnell wird klar: Wer voll und ganz vegan leben möchte, muss ganz schön genau hingucken. Im Leim, mit dem Schuhe geklebt werden, wird häufig Knochenmehl als Bindemittel eingesetzt. Kordeln werden oft mit tierischen Fetten behandelt.

Die zweifache Mutter ist sich sicher: Veganismus ist zwar ein Trend, aber wenn etwas davon bei den Leuten hängen bleibt, ist sie damit völlig d‘accord. Außerdem kann sie sich den Hype sicherlich auch selbst ein bisschen zunutze machen. Für ihre Kampagne „I Stand Up for Animals“ hat sie wieder zwei neue Modelle entworfen, ein lässiges Männer-Polo und ein anschmiegsames Damen-Shirt. Vom Verkauf dieser „Kollektion“, wird ein Teil des Erlöses an die Tierschutzorganisation Peta gespendet.

sag

Quelle: Heidelberg24

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