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Ein ‚zerhackter‘ Silberteller aus der Spätantike

Schatz aus Spätantike

Barbarenschatz-Fall: Revision oder doch nicht?

Frankenthal - Wegen Unterschlagung wird ein Schatzusucher erst zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt, im Berufungsprozess sind es noch acht Monate. Doch das soll noch lange nicht das Ende sein...

Im Rechtsstreit um den Entdecker des Barbarenschatzes von Rülzheim ist noch immer kein Ende in Sicht. Ein Sprecher des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken bestätigte zwar, dass der Anwalt des Finders Revision gegen das Urteil des Landgerichts Frankenthal vom Januar eingelegt habe. Die Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft zur Revision stehe aber noch aus. Sie müsse dem zuständigen Senat des Oberlandesgerichts vorgelegt werden. „Das wird alles noch eine Weile dauern“, erklärt der Sprecher.

Der Barbarenschatz von Rülzheim

Der Fall

Der Schatzsucher aus Speyer hatte in der Südpfalz einen als einmalig bezeichneten Schatz aus der Spätantike ausgegraben, monatelang behalten und erst herausgerückt, nachdem Fotos davon der Polizei in die Hände gefallen waren (WIR BERICHTETEN). In Rheinland-Pfalz gehören Funde, die kulturhistorisch wertvoll sein können, unter bestimmten Umständen automatisch dem Staat.

Das Landgericht Frankenthal hatte den Angeklagten deshalb im Januar wegen Unterschlagung verurteilt – wie zuvor bereits das Amtsgericht Speyer. Die Verteidigung, die Freispruch gefordert hatte, legte daraufhin beim Pfälzischen Oberlandesgericht Revision ein (WIR BERICHTETEN). Das Landgericht hatte außerdem eine Bewährungsstrafe des Amtsgerichts von 15 Monaten auf acht Monate reduziert.

>>> Alle Infos zum Barbarenschatz – eine Übersichtsseite

dpa/mk

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