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Amy Macdonald schiebt mit Charme und Powerstimme die dunklen Gewitterwolken über dem Schlossgarten weg.

Finale bei "Musik im Park" in Schwetzingen

Amy Macdonald vertreibt die dunklen Gewitterwolken

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Woher nimmt diese zarte Frau nur diese großartige Stimme? Gebannt lauschen am Sonntagabend etwa 3500 Zuhörer beim Finale von "Musik im Park" in Schwetzingen der zauberhaften Amy Macdonald.

Vom Straßenmusiker zum Bühnenhelden: Georg auf Lieder.

Immer wieder richten sich die Blicke gen Himmel. Hält das Wetter oder nicht? Gerade rauschte ein Regenguss vom Himmel, ging einher mit Blitz, Donner und Sturmböen. Jetzt ist es ruhiger geworden. Da geht's auf der Bühne los. Ein Mann mit Gitarre steht dort und schlägt die Saiten. Georg auf Lieder heißt er und sagt vielen ... nichts. Kein Wunder: Gut zwei Jahre lang performte der heute 26-jährige Ausnahmekünstler als Straßenmusiker auf dem Alexanderplatz. Unterm Fernsehturm. Zwischen Einkaufszentren und Schnellrestaurants, dem Berliner Dom und dem omnipräsenten Bimmeln der Tram. Jetzt lebt er seinen Traum, steht auf der Bühne, hat einen Plattenvertrag. Am 22. August erscheint sein erstes Album "Alexanderplatz" (Universal Music).

Georg auf Lieder ist ein einfacher Typ mit einfachen deutschen Texten und einer großen Portion Selbstironie. Genau deshalb kommt er auch so prima rüber. Spätestens bei "Tarzan und Jane" - einem Lied über die Unterschiede zwischen Mann und Frau - hat er das Schwetzinger Publikum geknackt. So strecken auch alle ihre Arme in die Höhe, als er um ein Foto für seine Mutti bittet. Danach geht er direkt von der Bühne ins Publikum, verteilt Gratis-CDs, schreibt Autogramme, steht für Selfies bereit. Richtig sympathisch.

So verzaubert Amy Macdonald Schwetzingen

Genau wie die junge Dame, für die er Einheizer gespielt hat: Amy Macdonald. Sexy in knallenger schwarzer Lederhose und durchsichtigem Oberteil, mit metallicblauem Nagellack (passend zum Glitzermikro im Union-Jack-Look) und Löwenmähne steht die Britin am Mikro. Die gigantisch wirkende Gitarre scheint unter den Schlägen der 1,63 Meter großen Powerfrau dahinzuschmelzen wie die Herzen ihrer Fans, die vom ersten Takt an mitgehen. Es ist Amys einziges Deutschland-Konzert in diesem Sommer und entsprechend von weit her sind ihre Fans gereist. Myriam und Reto etwa aus Schweiz oder Angelika und Rebecca aus Berlin.

Schwetzingen - ein Nabel für Musiker und ihre Anhänger!

Amy Macdonald.

Das herrliche Ambiente des Schlossgartens hat damit sicher auch etwas zu tun. "Schlossherrin" Sandra Moritz ist genauso im Publikum zu sehen wie Andreas Falz, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Sie alle genießen einen fantastischen (trockenen) Abend mit Hits am laufenden Band. "Run", "This is the Life", "Don't Tell Me That It's Over", "Mr. Rock & Roll", "Poison Prince" - und immer wieder diese Hammerstimme! Amy Macdonald ist einfach ein bezauberndes Phänomen. Eines, die gerne auch mal plaudert. Über Fußball zum Beispiel. Sie habe schon ein bisschen Bammel vor dem EM-Qualifikationsspiel der DFB-Elf am 7. September in Dortmund gegen ihr Heimatland Schottland, gesteht sie und schiebt nach: "Gratulation zum WM-Titel." Das Publikum schmettert Jubel und Applaus zurück. Noch ein Schluck aus der Tasse mit heißer Zitrone mit Honig und weiter geht's.

Amy Macdonald berührt mit ihrer Musik. Sogar den Himmel. Denn die dunklen Gewitterwolken weichen über dem Schlossgarten-Areal und Supervollmond samt Sterne leuchten.

Einen schöneren Abschluss von "Musik im Park" kann man sich nicht wünschen ...

kb

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