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Studie

Jeder Siebte Rheinland-Pfälzer von Armut bedroht

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Bad Ems - Armut beginnt in Deutschland bei einem Monatseinkommen von 892 Euro. In Rheinland-Pfalz ist jeder Siebte bedroht - und keinesfalls geht es dabei stets um junge Menschen.

Erschreckende Zahlen:Jeder siebte Einwohner von Rheinland-Pfalz ist von Armut bedroht. Das teilte nun das Statistische Landesamt mit.

Die Gefährdungsquote lag 2013 bei 15,4 Prozent - höher als in den beiden Jahren zuvor. Überdurchschnittlich gefährdet sind demnach junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren (knapp 22 Prozent) und alte Menschen ab 65 Jahren (knapp 18 Prozent). Alleinerziehende und ihre Kinder weisen sogar eine Quote von knapp 48 Prozent auf.

Armutsgefährdet ist nach der EU-Definition, wer von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung seines Landes lebt. Dies sind nach der Haushaltsbefragung Mikrozensus 2013 für einen Alleinlebenden 892 Euro im Monat.

Die höchste Quote gibt es bundesweit in Bremen (24,6 Prozent), die niedrigste in Bayern und Baden-Württemberg (beide gut 11 Prozent). Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 15,5 Prozent.

Ein trauriger zweiter Platz für Rheinland-Pfalz“, kommentierte der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK, Willi Jäger, die Zahlen. Er forderte eine Mindestrente von 1.000 Euro, außerdem sollte das Rentenniveau bei mindestens 50 Prozent des vorherigen Einkommens eingefroren werden.

dpa/rob

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