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Ermittlungen dauern an

Wie konnte Zirkus-Elefant ‚Baby‘ aus Gehege fliehen?

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Buchen - Nach der tödlichen Attacke eines Zirkus-Elefanten auf einen 65-Jährigen bleibt unklar, wie der Dickhäuter aus seinem Gehege fliehen konnte. Der Zirkusbetreiber hingegen hat einen Verdacht...

Ein 65-jährige Fußgänger wird am frühen Morgen des 13. Juni von einem afrikanischen Zirkus-Elefanten getötet – der tragische Todesfall von Buchen.

Nun versucht die Polizei mit Hochdruck herauszufinden, wie das Tier aus seinem Gehege fliehen konnte. Dabei steht die Frage im Raum, ob die 34 Jahre alte Elefantenkuh „Baby“ durch Schlampigkeit entkommen konnte oder ob sie – wie der Zirkusbetreiber vermutet – von Tierschützern absichtlich freigelassen wurde.

Die Polizei sagte, dass es dazu keine konkreten Anhaltspunkte gebe. Man könne es aber auch nicht ausschließen, hieß es weiter. Wie ein Polizeisprecher heute mitteilte, habe man bereits Zirkuspersonal befragt und wolle erst noch weitere Zeugenaussagen abwarten. Neue Hinweise blieben bislang aus.

Mittlerweile ist „Baby“ im Safaripark Stukenbrock in der Nähe von Bielefeld untergekommen. Bereits am Sonntag wurde die Elefantendame aufgenommen. Nach der ersten Kontaktaufnahme mit drei weiteren Elefanten sagte eine Sprecherin des Safariparks, dass man zuversichtlich über „Baby‘s“ Integration in die Gruppe sei.

Hintergrund: Der Zirkus-Elefant war bereits seit Jahren verhaltensauffällig. Die Tierschutzorganisation Peta hatte dem Zirkus zuvor mehrfach eine nichtartgerechte Haltung vorgeworfen. Das Tier habe schon mehrfach Menschen verletzt, darunter auch ein neun Monate altes Kleinkind. Die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin sagte dem Radiosender hr1, dass der Elefant schon länger unter Beobachtung gestanden habe. „Das Tier ist definitiv seit Jahren verhaltensauffällig, zeigt Verhaltensstörungen.“ 

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dpa/rob

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