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Im Jahr 2015 hätten 6425 Menschen abgeschoben werden sollen. Das klappte jedoch in 3976 Fällen nicht. (Symbolbild)

In Baden-Württemberg

Abschiebung mit Hindernissen – die Zahlen

Baden-Württemberg – Die Zahl der Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern steigt – trotz vieler Fehlversuche. Die Zahlen, wie viele Rückführungen eigentlich geplant waren und woran es oft scheitert:  

In den ersten acht Monaten des Jahres 2016 wurden in Baden-Württemberg 2401 Menschen abgeschoben. Das sind fast so viele wie im ganzen Jahr 2015 mit insgesamt 2449 Rückführungen. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag in Stuttgart mit. Allerdings wollte das Land von Januar bis Ende August eigentlich 4850, also fast doppelt so viele Menschen, zurückschicken

Im Jahr 2015 hätten 6425 Menschen abgeschoben werden sollen. Das klappte jedoch in 3976 Fällen nicht, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Alternative für Baden-Württemberg (ABW) hervorgeht. 

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, vor allem abgelehnte Asylbewerber, die bereits in Kommunen lebten, tauchten bei einer anstehenden Abschiebung unter. Andere Hindernisse seien gesundheitliche Probleme der Asylbewerber, fehlende Reisedokumente oder kurzfristig eingereichte Härtefall-Anträge

Einen Duldungsstatus hatten zum Stichtag 31. Juni 2016 mehr als 36.000 Menschen. Im gesamten Jahr 2015 waren es fast 28.000. Wie viele Menschen sich ohne Duldung im Bundesland aufhalten, sei nicht zu ermitteln, hieß es in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Baden-Württemberg hatte 2015 mehr als 101.000 Asylsuchende aufgenommen. Im Jahr 2016 waren es den Angaben zufolge bis Ende Juli rund 25.400 Menschen.

dpa/kp

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