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Weltmeister Horst Eckel (82) und Altkanzler Helmut Kohl (84) besuchten anlässlich des "Wunders von Bern" die Herberger-Ausstellung im Mannheimer Luisenpark.

1954er-Held Horst Eckel (82) siegessicher:

Wir werden Weltmeister!

Mannheim-Innenstadt – Er ist einer von nur noch zwei lebenden Helden des "Wunders von Bern"! Genau 60 Jahre danach traut Weltmeister Horst Eckel (82) Jogis Jungs den WM-Titel zu.

Bei seinem Besuch in Mannheim, der Heimatstadt seines früheren "Chefs" Sepp Herberger, ist Weltmeister Horst Eckel (82) felsenfest davon überzeugt: Deutschland holt den WM-Pokal! 

Wenige Stunden vor dem tollen 1:0-Sieg gegen Frankreich war Eckel mit Herberger-Urgroßneffe Michael (43, "Söhne Mannheims") zu Gast im Cinemaxx-Kino. Anlass: Der große "Wunder von Bern"-Tag mit Sondervorstellung des Kino-Hits von Sönke Wortmann. Den original WM-Pokal von 1954 hatte Tobias Wrzesinski von der Herberger-Stiftung gleich dabei.

Michael Herberger erinnert sich: "Als Kind durfte ich bei Seppl im Wohnzimmer immer mit dem Pokal spielen...""Dann hattest Du ihn sicher öfter in der Hand als ich", kontert Eckel schlagfertig.

Bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad scherzt Eckel, mit 22 Jahren jüngster Kicker des Teams: "Zum Glück hatten wir im Finale 1954 Fritz-Walter-Wetter mit Regen. Hätten wir damals so eine Hitze gehabt, wären wir wohl nicht Weltmeister geworden! Den älteren Spielern hätte das zugesetzt..."

Weltmeister Horst Eckel zu Besuch in Mannheim

Und das Erfolgsrezept für den Triumph 1954?

"Vor jedem Spiel Brathähnchen! Trinkpausen zur Stärkung wie heutzutage bei der WM in Brasilien gab´s bei uns nicht! Die Spieler gingen sogar heimlich aufs Klo, um zu trinken", plaudert Eckel locker aus dem Nähkästchen.

Hat die Fußball-Legende noch einen Tipp für Jogi Löw?

"Ich will Jogi nicht reinreden! Wir haben eine sehr gute Mannschaft, werden Weltmeister! Wir waren damals krasser Außenseiter und kamen mit dem Pokal zurück..." 

Am Mittag besuchte Eckel mit Altkanzler Dr. Helmut Kohl (84), dessen Frau Maike und illustren Gästen die Sepp-Herberger-Ausstellung im Mannheimer Luisenpark (bis 13. Juli, schon 45.000 Besucher).

"Diese Elf um Sepp Herberger war eine großartige Mannschaft. Der Sieg vor 60 Jahren war viel mehr als ein Fußballspiel. Es war ein Ereignis für alle Deutschen. Es war in jenen Jahren das größte Gemeinschaftserlebnis der Deutschen in Ost und West. Es hat unserem Selbstwertgefühl gut getan und es hat viel für Deutschlands Ansehen in der Welt getan", lobt Kohl.

Selbst Fußball spielen kann Kult-FCKler Horst Eckel seit einer Knie-OP vor vier Jahren leider nicht mehr: "Ich vermisse den aktiven Sport sehr, habe außer Fußball noch viel Tennis und Tischtennis gespielt. Vor meiner OP hätten Sie keine Chance gegen mich gehabt", lacht Eckel bei der Verabschiedung von MANNHEIM24-Reporter Peter Kiefer.

pek

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