+
Prosit! Aber nicht zu lange und schon gar nicht zu laut, sagt das Gesetz.

Nachbarn beschweren sich über zu laute Musik

Polizei beendet Party in Rheinau

Eine Party mit Folgen: In einem Hinterhof in Mannheim-Rheinau feiern Anwohner eine Fete – laute Musik gehört dazu. Zu laut und zu lang, empfinden die Nachbarn und alarmieren die Polizei. Die beendet die Feier nach Mitternacht.

Die Polizei ermahnte den Gastgeber. Dieser versicherte, die Musik leiser zu stellen. Da er sein Versprechen nicht einhielt, rückten die Beamten gegen 1 Uhr erneut an. Erst nachdem die Musik ganz abgestellt war, kehrte Ruhe ein. Den Gastgeber erwartet nun eine Anzeige wegen Ruhestörung.

Wie ist das eigentlich mit der "Nachtruhe"

Unter „Nachtruhe“, einem Begriff aus dem Schallimissionsschutz, versteht man die Zeit, in der Tätigkeiten verboten sind, die diese gesetzloch geschützte Ruhe stören könnten. In Deutschland gilt es, im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 6 Uhr die Nachtruhe einzuhalten. 

Es gibt aber Ausnahmen wie beispielsweise:

- Ernte- sowie Bestellarbeiten zwischen 5 und 6 Uhr sowie 22 und 23 Uhr;

- Bewirtung in der Außengastronomie zwischen 22 und 24 Uhr, wobei die jeweilige Kommune das Recht hat, auch diesbezüglich den Beginn der Nachtruhe auf 22 Uhr festzulegen.

Keine Musik, kein Hundegebell und kein Ehekrach

Im Gesetz heißt es: Betätigungen, die grundsätzlich dazu geeignet sind, die Nachtruhe zu stören, sind verboten. Dazu zählt zum Beispiel der Einsatz von Tongeräten, also Musikanlagen beispielsweise. Derartige Geräte dürfen nur in einer solchen Lautstärke verwendet werden, dass kein Unbeteiligter durch diese gestört wird.

Auch Hundegebell während der Nachtruhe ist als Störung derer anzusehen.

Dasselbe gilt für einen lautstarken Ehekrach nach 22 Uhr.

Wer feiern will, sollte Bescheid geben

Es besteht die Möglichkeit, bei der jeweils zuständigen kommunalen Behörde (Ordnungsamt) oder bei der Stadtverwaltung eine Ausnahmegenehmigung von den Verboten zur Störung der Nachtruhe zulassen, wenn eine größere Feier ansteht (das ist gebührenpflichtig).

Um die Nachbarn nicht zu verärgern, sollte man sie rechtzeitig (am besten zwei Wochen zuvor) von einer Party in Kenntnis setzen  – am besten sogar einladen.

Rechtliche Folgen 

Jeder Mensch hat Anspruch auf seine Nachtruhe. Wird diese gestört, zum Beispiel durch einen nachts laut Musik hörenden Nachbarn, so kann der Betroffene die zuständige Behörde darüber informieren; beispielsweise das Ordnungsamt. Dieses verhängt dann gegen den Verursacher der Störung ein Bußgeld.

kb

Fotos: Bibi & Tina - DIE GROSSE SHOW

Fotos: Bibi & Tina - DIE GROSSE SHOW

Unfall in Seckenheimer Landstraße

Unfall in Seckenheimer Landstraße

Erste reine Hundemesse in der Maimarkthalle

Erste reine Hundemesse in der Maimarkthalle

Kommentare