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Ein Jahr danach

Ursache des Zugunglücks immer noch unklar

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Mannheim - Am 1. August 2014 kollidiert in der Nähe des Hauptbahnhofes ein Güterwagen mit einem Eurocity. Bis heute bleibt unklar, wie es zu dem Unglück mit 35 Verletzten kommen konnte.

Noch immer ist nicht restlos geklärt, wie es vor fast genau einem Jahr zu dem Zugunglück in unmittelbarer Bahnhofsnähe in Mannheim kommen konnte.

Dabei hatte ein Güterzug einen Eurocity mit 250 Passagieren gerammt, der auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken war. Zwei Waggons mit insgesamt 110 Menschen kippten um, 35 Menschen wurden verletzt.

Der Tag nach dem Zugunglück in Mannheim

Im Zentrum der Ermittlungen steht nach wie vor der Lokführer des Güterwagens. Wie die Mannheimer Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilt, werde gegen ihn weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass das Zugunglück auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Demnach hatte der Lokführer des rammenden Güterzugs mehrere Haltesignale ignoriert und war trotz automatischer Zwangsbremsung weitergefahren. 

Bevor die Ermittlungen abgeschlossen werden können, muss erst noch der Untersuchungsbericht des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) geliefert werden, der Aufschluss über technische Vorgänge liefern soll.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, sagte, der Lokführer des Güterzuges sei ein Leiharbeiter gewesen und habe ganz offensichtlich nicht gewusst, welche Signale ihm gegolten hätten. Er habe zudem die Mindestruhezeit von neun Stunden nicht eingehalten. Es gebe noch immer keine Geräte auf den Loks, die die Arbeitszeit der Fahrer erfassten. Dies lade zu Missbrauch geradezu ein. Der Bahnunfall zeige, dass mit Lohn- und Sozialdumping durch Leiharbeit und Werkverträge Schluss sein müsse. Im Bahnverkehr würden zunehmend Leiharbeiter und Selbstständige als Lokführer eingesetzt. Diese Entwicklung sei fatal.

>>> ALLES ZUM ZUGUNGLÜCK IN MANNHEIM

dpa/rob

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