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Wie entscheidet das Amtsgericht in Mannheim über das Schicksal des angeklagten 42-Jährigen?

Im Amtsgericht

Neckarstadt-Schütze: Urteil gegen 42-Jährigen gefallen!

Mannheim - Am 17. November schießt ein Mann mit einer Schrotflinte auf seine Freundin, verletzt sie schwer. Vor dem Amtsgericht muss er sich am Montag wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

Es war alles ein Versehen“, so kommentiert der mittlerweile 42-jährige Täter den Schuss auf seine Lebensgefährtin. Am 8. August fällt für ihn das Urteil. 

Das Urteil

Das Amtsgericht in Mannheim entscheidet in diesem Fall milder als vermutet. Dass seine mittlerweile 33-jährige Lebensgefährtin keine Strafanzeige gegen den Angeklagten gestellt hat und dass er in den letzten Jahren nicht mehr straffällig geworden ist, wirkt sich strafmildernd aus.

Zudem sei der Schuss nicht vorsätzlich gewesen, stellt das Gericht fest. Der 42-Jährige muss 150 Arbeitsstunden leisten und wird zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Während der ganzen Verhandlung ist der Angeklagte sehr ruhig, gibt nur kurze Antworten. Seine einzige Hoffnung sei mit seiner Frau „ein glückliches Leben zu führen“ – das scheint wohl jetzt trotz alle Ereignisse ihr beider Ziel zu sein. Besonders da die Beiden Ende Juli ihre Verlobung aufgefrischt haben...

>>>Die Attacke am 11.November

>>>Täter stellt sich

Hintergrund

Es sind eine ganze Reihe von Ereignissen, die im November 2015 zum Schuss auf die damals 32-Jährige geführt haben. Der Schütze stellt die Geschehnisse folgendermaßen dar:

Er habe am Wochenende als Security gearbeitet und sich oft mit Drogen, zum Beispiel LSD, fitgehalten. Oft habe er Schlafstörungen gehabt. 

In der Nacht von Montag auf Dienstag sei es wieder zu solchen Schlafproblemen gekommen. Zudem sei der Angeklagte durch die damaligen Anschläge am 13. November in Paris nervös gewesen und hätte Angst um seine Familie gehabt. „In der Nähe sind drei Asylheime“, so die Strafverteidigung. Dies hätte seine Sorgen noch verstärkt. 

Laut der Aussage seines Psychotherapeuten, wusste der Täter um eine Schrotflinte, die auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses lag. In der schlaflosen Nacht zum 17. November holt er die Waffe in die Wohnung. 

Großeinsatz der Polizei in der Neckarstadt!

Als am Morgen die Tochter nicht aufstehen will, sei es zum Streit gekommen. Als die Mutter die Waffe auf dem Schoß ihres Mannes sieht, habe sie gefordert, dass er diese sofort wegräumt.

Doch der damals 42-Jährige sei laut eigener Aussage „zappelig“ gewesen. Ihm sei die Schrotflinte aus dem Schoß gerutscht – dabei habe er aus Versehen den Abzug betätigt.

Seine Freundin sei zusammengesackt, der Mann habe Panik bekommen. So sehr, dass die verletzte Frau und deren Tochter selbst Polizei und Krankenwagen rufen müssen.

Aus Angst, dass ihm aufgrund seiner Vorstrafe niemand Glauben schenken würde, habe der Mann die Flucht ergriffen und sich nach drei Wochen gestellt. „Er wollte Verantwortung übernehmen“, so sein Verteidiger.

Die große Versöhnung

Die Frau ist lebensgefährlich verletzt und muss zwei Mal operiert werden. Der Schuss hat für sie le benslange Folgen.

Der 42-Jährige sitzt bis zum 1. April 2016 in U-Haft. Danach wird er aber von der Familie wieder aufgenommen und die Frau verzeiht ihm. Das Paar hat Ende Juli seine Verlobung aufgefrischt.

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jol

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