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Beim umjubelten Auftritt von Serdar Somuncu im Rosengarten herrschte erhöhte Sicherheit.

Trotz Drohungen

‚Aggro-Comedian‘ Serdar Somuncu rockt Rosengarten! 

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Mannheim-Oststadt – Da bleibt den Zuschauern so mancher Lacher im Halse stecken... Der Auftritt des Kabarettisten und selbsternannten „Hassias“ Serdar Somuncu (47) im Rosengarten:

Jaaa, sein Humor ist hart und sehr speziell. Wer auf Political Correctness aus ist, sollte lieber gleich Zuhause bleiben...

Auch am Mittwochabend lässt es Serdar Somuncu im mit 2.200 Fans gefüllten Mozartsaal in seinem neuen Programm „H2 Universe – Die Machtergreifung“ wieder krachen! 

Und der „Hassias“ haut mit gewohnt-gefürchteter Schonungslosigkeit wieder alles und jeden in die Pfanne: ob nervige Bettler, Öko-Supermärkte, Comedy-Kollegen oder Fahrradhelmträger.

„Hassias“ Serdar Somuncu auf der Bühne! 

Doch zunächst müssen seine ‚Jünger‘ sehr geduldig sein! Denn aufgrund mehrerer Drohanrufe steht die Show auf der Kippe, herrschen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

So fängt Somuncu extra 15 Minuten später an, weil noch hunderte Fans vor dem Rosengarten in der Kälte stehen, drinnen auch noch ihre Jacken abgeben müssen – nach neuerlichem Schlangestehen an der Garderobe.

Tosender Applaus, als Somuncu erklärt: „Es gab zwar Drohungen, aber ich habe gesagt, dass ich auf jeden Fall in Mannheim spielen will! Meine Zuschauer hier sollen geschützt sein, deshalb haben wir uns den ganzen Tag mit Polizei und Staatsschutz abgesprochen.

Doch Somuncu wäre nicht Somuncu, wenn er nicht thematisch urplötzlich von seinen sehr ernsten Ansichten zum Terror auf das männliche Genital springen würde.

Ja, ja, plötzlich ist Stimmung! Weltpolitik nein, Schwänze ja – da hätte ich auch in Ludwigshafen bleiben können...“, stichelt der 47-Jährige.

Und teilt weiter kräftig aus: „Ich war kürzlich in Bushido-Town – in Berlin. Für die Älteren: Er ist Preisträger des Bambis für Integration. Für die Jüngeren: Er ist ein Hurensohn.  Bushido hat mich in seinem Lied ‚Junge‘ gedisst: ‚Und ich ficke deine Drecksmutter, Serdar Somuncu! Du willst keinen Ärger? Dann Mund zu.‘

Somuncu überlegt kurz, sagt dann brottrocken: „Meine Mutter ist 79 Jahre alt – sie würde es mögen...

Apropos Brot: Er echauf­fie­rt sich minutenlang über Bio-Läden und deren Kundinnen, die sich „für 18,99 Euro im Angebot 18.000 Körner-Brot“ kaufen – natürlich glutenfrei.

Über Somuncus Traum von Bundeskanzlerin Angela Merkel können wir aus Jugendschutzgründen nur so viel verraten: sie war nackt...

Es gibt keinen radikaleren ‚Spaßmacher‘ auf deutschen Stand-up-Bühnen!

Denn wer außer dem Deutsch-Türken hätte sich (wie in einem früherem Programm geschehen) unter Polizeischutz in kugelsicherer Weste auf die Bühne gesetzt und aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“ vorgelesen.

Knallhart auch seine Begründung, warum er sogar am Tag nach den Terroranschlägen in Paris aufgetreten ist: „So wenig wie ich mir das Theaterspiel von Nazis verbieten lasse, lasse ich es mir von irgendwelchen Mullahs verbieten!"

Der Berufs-Choleriker mahnt schon lange, dass ein neues Zeitalter der Intoleranz begonnen hat. Somuncu spricht aus, was viele nicht mal am Stammtisch auszusprechen wagen – getreu seinem Motto „Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“.

MANNHEIM24 meint: Wer Somuncus Humor für primitiv, vulgär oder gar niveaulos hält, der hat ihn schlichtweg nicht verstanden – oder kann nicht zwischen den Zeilen lesen.

Alle Infos zu dem Kult-Kabarettisten online unter www.somuncu.de.

pek

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