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Linde-Manager Thomas Blades soll den krisengeschüttelten Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger wieder in ruhiges Fahrwasser führen.

Nach Rekordverlust in 2016

Neuer Bilfinger-Chef Blades tritt Posten an

Mannheim - Tom Blades hat am Freitag seinen ersten Tag als Vorstandschef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger. Schafft er es, den Konzern endlich aus der Krise zu holen?

Einfach wird es für Tom Blades nicht. Der Mannheimer Konzern ist seit Jahren in der Krise, 2016 wurde ein Rekordverlust von knapp einer halben Milliarde Euro eingefahren.

Zuletzt blieb kein Vorstandschef lange. Jetzt wird erneut eine überzeugende Strategie für die Zukunft erwartet. Blades soll endlich Ruhe in den Konzern bringen – das hoffen Mitarbeiter, Gewerkschafter und nicht zuletzt Aktionäre.

Nach dem Verkauf der profitablen Bau- und Gebäudedienstleistungen ist Bilfinger deutlich geschrumpft.

Über Tom Blades

Tom Blades ist in seinem Leben selten lange an einem Ort geblieben: Geboren 1956 in Hamburg, wuchs er in England, Belgien, Singapur und den USA auf. Studiert hat der heute 59-Jährige in England und Frankreich. Als Elektro-Ingenieur startete er seine Karriere 1978 beim US-Ölspezialisten Schlumberger; er arbeitete in Amerika und im Nahen Osten. Nun zieht es den Manager mit dem britischen Pass nach Mannheim. Dort soll er den angeschlagenen Bau- und Industriedienstleister Bilfinger in eine sichere Zukunft führen.

Vor den Wirtschaftsjunioren in Kleve am Niederrhein plauderte Blades einmal aus dem Nähkästchen und gab Einblicke in seine „zehn Faktoren für geschäftlichen Erfolg“, wie die IHK Niederrhein anschließend berichtete. Demnach stellte der zweifache Vater Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und klare eigene Ziele sowie das Wissen um die eigenen Fähigkeiten heraus.

Wichtig sei ihm die Diversifizierung in Führungspositionen, zum Beispiel durch Frauen, denn sie brächten Blades' Meinung nach den „Wir-Faktor“ in das Unternehmen, hieß es von der IHK. In Kleve war Blades fünf Jahre lang Chef eines Herstellers für Analysegeräte.

2009 wurde er bei Siemens Chef der Öl- und Gastechniksparte. Drei Jahre später ging er zum Industriegase-Hersteller Linde als Vorstand für das Amerikageschäft sowie die Sparten Medizin und Helium.

dpa/kab

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