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Über 216 Bleistifte wurden von Max Freudenberg für die Lampen beklebt!

Vertrauen groß geschrieben!

Wenn das Relaxen einem guten Zweck dient – Die ‚Dankbar‘!

Mannheim-Innenstadt – Hier steht nicht nur der Kunde im Vordergrund! Eine Non-Profit-Bar will durch Leckereien wie Zucchinisuppe und Muffins gemeinnützige Projekte fördern:

Eine Bar, in der das Gemeinwohl und nicht der eigene Profit im Vordergrund steht? Wo jeder für Speisen und getränke so viel bezahlt, wie er für angemessen hält und alle Gewinne an einen guten Zweck gehen? So etwas soll es geben? Ja – in der „Dankbar“

Dieses außergewöhnliche Konzept, mit dem lobenswerten Sinn dahinter, will ich mir genauer anschauen und fahre deshalb in die Quadrate.

Am 29. Juli 2016 eröffnete die Dankbar in Mannheim.

In G7 finde ich die Bar, die sich im Hinterhof des Gründerinnenzentrum befindet. Es fühlt sich an, als würde ich gerade Freunde besuchen wollen, da ich klingeln muss, um hineinzukommen. Direkt im Hof findet man Sitzgelegenheiten, die für die Sommertage geeignet sind. Als ich in die Bar eintrete, werde ich herzlich von den Gründern Verena und Max Freudenberg empfangen. Wir setzen uns hin und man könnte denken, man befindet sich im eigenen Wohnzimmer.

Was ist die „Dankbar“ genau?

Die Bar ist eine Non-Profit-Organisation, die gemeinnützige Projekte unterstützen möchte. Der Plan ist, dass nach Deckung aller Fixkosten (also Miete und Gehälter), der gesamte Überschuss gerecht auf die Förderprogramme verteilt wird. Für die Gründer gilt das Geben und Nehmen“-Prinzip.

Welche Projekte werden ausgewählt und wie funktioniert das dann?

Der Innenhof der Dankbar in G7.

Jeder kann Ideen und Vorschläge für Projekte machen. Die Gründer haben für den Anfang drei ausgewählt: Aufwind Mannheim, Förderkreis Stadt- und Musikbibliothek und Kulturparkett. Am Ende des Monats wird dann der Gewinn prozentual auf die Projekte verteilt – es gibt also keinen wirklichen Gewinner und keinen Verlierer. Wer möchte, kann natürlich auch direkt an ein Projekt spenden, da an einer Wand kleine Spendenkästen hängen.

„Pay-What-You-Want“ – Jeder bezahlt so viel er möchte. Das klappt?

Verena Freudenberg machte das Logo selbst an die Wand!

Die zwei Besitzer bewerten dieses Prinzip sehr positiv. Jeder soll selbst entscheiden, was einem Mahlzeit und Atmosphäre wert sind. Und die Gründer vertrauen darauf, dass jeder auch etwas gibt. Zudem ist den Freudenbergs die Transparenz sehr wichtig und das zeigen sie auf eine interessante Art der Bezahlfunktion. An der Theke hängt eine große durchsichtige Box, in der das Geld hineingeworfen und gesammelt wird. So kann jeder Besucher sehen, wie viel die „Dankbar“ einnimmt. Außerdem darf jeder nicht nur entscheiden, wie viel er gibt, sondern auch wann. Diese Methode ist eine gelungene Idee für alle Ungeduldigen, die nicht warten können, bis ein Kellner die Rechnung bringt. Man steht einfach auf, gibt das Geld bzw. die Spende und kann gehen.

Was kann man dort sonst so erleben?

Die „Dankbar“ hat einen Fokus auf das Netzwerken gelegt. Gerade junge Künstler sollen hier gefördert werden. Ob es Maler sind, die dort ihre Bilder aushängen dürfen, Wortakrobaten, die sich bei einem Poetry Slam beweisen wollen oder Magier, die die Zuschauer verzaubern möchten – für jeden sollte etwas geboten sein. Außerdem gibt es immer von Donnerstag bis Samstag einen Themenblock – vom 4. bis 6. August ist es der Körperkult.

Rückblick auf die Eröffnung am 29. Juli. Wie ist der erste Eindruck?

Die Gründer + Besitzer: Verena und Max Freudenberg

Es muss wohl eine tolle Einweihungsfeier gewesen sein! Viele Menschen kamen zu Besuch, unterhielten sich miteinander und halfen den Besitzer etwa beim Kisten tragen. Das Ziel war und ist eine gemütliche und entspannte Atmosphäre – und die muss am Opening-Wochenende dort auf jeden Fall geherrscht haben. „Die Rückmeldungen sind super!“, schwärmt das Besictzer-Ehepaar von dem Wochenende.

Fazit!

Menschlichkeit, Respekt und Vertrauen sind nicht nur die Grundsätze von Verena und Max, sondern auch die Werte, die man gleich verspürt, wenn man die Bar betritt – Werte, die zumindest aus meiner Sicht, in den letzten Tagen mehr denn je Bedeutung gewonnen haben. In diesem Sinne bezahle ich gerne mal ein paar Euro mehr für meine Limo und bin dafür sogar noch „Dank-bar“.

>>>Website der Dankbar

jol

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