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Die Flying Steps geben am Wasserturm eine Kostprobe ihrer Fähigkeiten. 

Interview Flying Steps 

Die Flying Steps: Breakdance vor dem Wasserturm

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Mannheim-Innenstadt – Man kennt die Flying Steps aus den Musikvideos wie „Get freaky“ und „Super Sonic". MANNHEIM24 trifft die Jungs zu Fototermin und Interview

Die vier Jungs von den Flying Steps sind gut gelaunt und hoch motiviert. Mit coolen Posen und Freezes stellen sie sicher, dass auch jede Einstellung gelingt. Man erkennt, dass sie zusammengehören und nicht nur zusammen tanzen. Das bestätigt auch Khaled Chaabi aka KC1 später im Interview: „Wir sind wie eine Familie geworden.“ 

Die Flying Steps: Breakdance vor dem Wasserturm

Doch wie hat eigentlich ihre Familie reagiert, als sie mit dem Breakdancen anfingen? „Meine Mutter hat gerufen: Hör auf den Boden zu putzen!“ und „Was ist Breakdance?“ und „Davon kannst du doch nicht leben!“, erzählt Uwe Donaubauer lachend. „Breakdance ist nicht so gesellschaftlich akzeptiert- wie zum Beispiel Ballett.“ Dass sein Vater seinen Berufswunsch akzeptiert hat merkte er daran, dass er einmal für ihn antwortet als jemand ihn wieder ungläubig fragt was er denn überhaupt mit Breakdance anfangen will. Sein Vater sagt: „Er ist Künstler, das verstehst du nicht.“

Khaled denkt gerne an einen rührenden Moment zurück. Als er mit den Flying Steps in der Neuen Nationalgalerie auftritt ist, lädt er seine Familie zur Premiere ein. Dort sitzen sie inmitten der VIPs und Presse. Seine Mutter weint und sein Vater ruft stolz: „Das ist mein Sohn!“ Da weiß er: „Wenn mein Vater und meine Mutter zufrieden sind- dann mache ich weiter!“ 

Michael Rosemann aka Mikel hatte vor allem damit zu kämpfen den Breakdance zu seinem Beruf machen zu wollen. Denn die Eltern wollen, dass er erst einmal ein solide Ausbildung macht. Doch er verfolgt seinen Traum weiter. Obwohl es schwierig war die Trainingszeiten und die Auftritte mit der Ausbildung in Einklang zu bringen. „Danach mache ich was ich will und was mein Herz mir rät. Ich will jetzt tanzen!“

Der  Erfolg gibt ihm Recht. Als mehrfacher Weltmeister und Mitbegründer des Red Bull Flying Bach-Teams, welches Breakdance und klassische Musik von Bach kombiniert, tourt er mit der Tanztruppe dieses Jahr durch Deutschland - mit Erfolg! Bereits mehr als 300.000 Zuschauer in 27 Ländern feiern bisher die ungewöhnliche Show. Seine Familie ist stolz, denn sie weiß, dass er hart dafür gearbeitet hat.

Khaled ist seit 2005 Mitglied und erinnert sich gut an seine erste Begegnung mit den Flying Steps. Er sah sie als Junge bei einem Auftritt und war ganz „groupiemäßig" aufgeregt als sie ihn näher zur Bühne holten. „Was mir an ihnen gefallen hat: Sie waren real, menschlich und vor allem offen.“ Er fing an bei Mikel zu trainieren und nun ist nun selbst Teil der Truppe.

Dabei ist ihm wichtig den Jugendlichen, die sie trainieren eine Message zu vermitteln. „Gerade in letzter Zeit sieht man in den Medien nur Krieg und Gewalt. Wir kommen auch alle aus anderen Ecken der Welt und wollen den Leuten vermitteln, dass es auch funktionieren kann. Wir batteln uns auch, aber nicht mit Waffen. Auf der Tanzfläche will man sich messen und beweisen, aber dann schüttelt man sich die Hand und respektiert sich gegenseitig.

Niranh Chantaboasy, aka Lil‘ Rock, ein gebürtiger Heidelberger, sieht optimistisch in die Zukunft: „Ich will weiter meinen Traum leben, so lange es geht – viele Leute erreichen und glücklich sein in dem was ich mache.“ 

Mikel freut sich auf neue Projekte und auf die diesjährige Deutschlandtour von Red Bull Flying Bach und Uwe genießt einfach den Moment auf der Bühne: „Es gibt nur Frieden in diesem Moment. Überall auf der Welt geht es ab- es gibt Krieg. Doch dieser Moment den ich auf der Bühne kreiere - der ist für die Ewigkeit.“ 

Doch alle sind sich einig was ihr Hauptziel ist: Eine Inspiration für alle Jugendlichen sein! 

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Am 12. September kann man die Dance-Crew im Mannheimer Rosengarten bewundern.

Tickets gibt´s unter:

>>> redbullflyingbach.de

kp 

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