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FLeichversorgungszentrum Mannheim. 

Geschäftsführer äußert sich 

Schlachthof-Skandal: „Ich vermute einen Racheakt“ 

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Mannheim - Werden die Tiere im Schlachthof Mannheim wirklich nicht ausreichend betäubt und noch vor ihrem Tod gequält? Geschäftsführer Stefan Kampa äußert sich zu den schweren Vorwürfen:  

Ein anonymer Informant soll dem Landesverband „Menschen für Tierrechte“ angeblich fundierte Hinweise auf Tierquälerei im Schlachthof Mannheim (FVZ) zugespielt haben. Diese veranlassten den Verband sogar dazu, sich öffentlich an die Behörden zu wenden.

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Nach dieser Nachricht hagelte es scharfe Kritik gegenüber dem Schlachthof... 

Einen Tag nach der schweren Anklage äußert sich der Geschäftsführer des Schlachthofes, Stefan Kampa, gegenüber MANNHEIM24. Warum er sich gegen die Behauptungen wehrt: 

„Die Vorwürfe sind absurd! Allein die Tatsache, dass der Informant anonym bleibt, sehe ich äußert kritisch und ärgert mich maßlos. Wer solche infamen und perfiden Behauptungen macht, sollte auch dazu stehen. Ansonsten kann man ihm keinen Glauben schenken“

Laut Kampa stehe der Schlachthof unter städtischer Obhut und stetiger Beobachtung sowie Kontrolle des TÜV und der Veterinärbehörde. Seine fachlichen Mitarbeiter hätten bis zu 40 Jahre Erfahrung in dem Beruf und würden permanent geschult. 

Auch an Veterinären und Tierärzten mangele es in dem Betrieb nicht. Diese arbeiten selbständig und haben so eine gewisse Kontrolle über Vorgänge.

Die Forderung nach einer ‚intensiveren Zusammenarbeit zwischen Behörde und Schlachthof‘ sei somit entkräftet. „Der Schlachthof würde schließlich nicht die Bestnoten des Regierungspräsidiums erhalten, wenn solche Zustände herrschen würden“, so Kampa. 

Zudem sei es „schlicht und einfach falsch“, dass die Tiere vor dem Tod nicht ausreichend betäubt würden und so unendliche Qualen erleiden müssten. 

„Ein Tierschutzbeauftragter und das Veterinäramt achtet permanent darauf, dass die Tiere richtig betäubt sind. Zur Sicherheit überprüft eine technische Anlage die Betäubung.“

So sei auch die Forderung der Tierrechtler einer ‚permanenten Beobachtung durch die Installation von Kameras‘ völlig „unnötig“, da bereits dort, wo sie notwendig sind, Kameras installiert seien.

Von wem könnten die Vorwürfe stammen? 

„Für mich macht das alles einfach keinen Sinn“, betont der Geschäftsführer.

„Ich gehe von einem Racheakt aus – von jemandem, der möglicherweise nur kurz bei uns gearbeitet hat und eventuell einen veganen Lebensstil verfolgt. Ein Mensch, der sich vegan ernährt, steht per se der Schlachtung negativ gegenüber. Aber ich möchte nicht wie der ‚anonyme Informant‘ einen Verdächtigen ausmachen.“  

Eines möchte Stefan Kamp zusätzlich betonen: Vor allem in dieser Zeit – wo objektive Meinungen schnell radikalisiert werden – sollte man mit solch belastenden Behauptungen vorsichtig sein. 

nis 

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