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In Sekundenschnelle ziehen die Täter ihren Opfern die Wertsachen aus der Tasche (Symbolfoto).

Drei Fälle in einer Nacht in Mannheim

Antanztrick: Wie reagiere ich auf die dreiste Masche?

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Mannheim – Ob mitten auf der Straße oder in der Disko: Immer wieder versuchen dreiste Taschendiebe mit einer ganz bestimmten Masche an die Beute ihrer Opfer zu kommen – dem Antanztrick. 

Der Tatablauf ist eigentlich immer gleich: Meistens sind es junge Männer, die ihre hauptsächlich männlichen Diebstahlopfer völlig unvermittelt antanzen, um ihnen so ihre Wertsachen aus der Hosentasche zu klauen.

In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2015, schlagen dreiste Antänzer gleich drei Mal zu! Ob es sich bei den Vorfällen um die gleichen Täter handelt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. In einem Fall werden die Täter handgreiflich, brutal schlagen sie ihr Opfer zusammen. Sie zücken sogar ein Messer, als der junge Mann die Täter zur Rede stellen will.

In den meisten Fällen ist die Masche jedoch erfolgreich und läuft ohne Gewalt ab, da die Antänzer meistens sofort flüchten. 

Ende Juni 2015 kam es beispielsweise zu einem Fall auf der Jungbuschbrücke: zwei junge Männer sprechen einen 19-Jährigen mit den Worten „Marokko" an. Sie tanzen ihn an und in Sekundenschnelle ist sein Portemonnaie aus der hinteren Hosentasche verschwunden. Die Täter rennen Richtung Innenstadt.

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Wie verhält man sich eigentlich in einem solchen Fall richtig?

„Das Problem ist, dass es eigentlich immer überraschend kommt, man hat da kaum eine Chance“, erklärt Norbert Schätzle, Pressesprecher der Polizei Mannheim. Meistens schlagen die Antänzer nachts zu, sie suchen sich Opfer auf der Straße, die gerade vom Feiern kommen oder gehen direkt in der Disko auf ihre Opfer zu. Wer dann noch ein wenig Alkohol im Blut hat, ist für die Antänzer leichte Beute. „Die gehen da sehr gewitzt vor“, so Schätzle. Meistens beobachten die Täter genau, was bei dem ein oder anderen „zu holen“ ist.

Daher sei es schwierig, konkrete Verhaltenstipps zu geben, so Schätzle. Man sollte grundsätzlich darauf achten, Unbekannte nicht zu nah an sich ran zu lassen. In manchen Fällen umarmen die Täter ihre Opfer sogar. Wer in einer Gruppe unterwegs ist, schützt sich damit vor den dreisten Dieben. Außerdem sollten Wertsachen wenn möglich in der Innentasche der Jacke verstaut werden.

sag/pol

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