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Die Teilnehmerinnen bei Girls go Movie freuen sich über ihre Auszeichnungen.

10 Jahre GIRLS GO MOVIE

Diese Ladies könnten Hollywood erobern

Mannheim. Im Mannheimer Atlantis-Kino ist das zehnte Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE zu Ende gegangen. 51 Kurzfilme wurden vorgeführt – kreativ, überraschend und voller Zwischentöne waren die Filme im diesjährigen Wettbewerb, der ohne thematische Vorgabe auskam, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. An zwei Tagen präsentierte das Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE am vergangenen Wochenende die Filme im zehnten Wettbewerb. Nahezu doppelt so viele Filme wie in den vergangenen Jahren wurden vorgeführt, denn in diesem Jahr konnten sich nicht nur Filmemacherinnen aus der Metropolregion Rhein-Neckar, sondern aus ganz Baden- Württemberg und Rheinland-Pfalz beteiligen. Diese Ausweitung sowie das neu initiierte Mentoringprogramm in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg schlug vor allem in der Gruppe der 18- bis 27-Jährigen zu Buche und brachte eine enorme Qualitätssteigerung mit sich. Mehr denn je zeigte sich in diesem Jahr was die Mädchen und Frauen beschäftigt, wovon sie träumen, worin ihre Ängste und Hoffnungen liegen und wie sie der Welt und unserer Gesellschaft begegnen. 

„Das offene Thema hat große Freiräume entstehen lassen“, so Projektmanagerin Dr. Kathrin Lämmle, „denn die Teilnehmerinnen mussten sich zunächst ein mal damit auseinandersetzen, was sie umtreibt und womit sie nach außen gehen möchten“. Dennoch war nicht alles neu, denn stets kehren Themen in den letzten zehn Jahren wieder, so auch das Thema Mobbing. „Mobbing – Die Reportage“ lautet dann auch der Titel des 3. Preises der Filmgruppe des Kulturfenster Heidelberg. „Das Video lässt uns mitfühlen, wie es den Opfern geht, klärt auf und gibt Tipps, wie man sich verhalten kann“ begründete die Jury. 

Auf eine originelle, humorvolle und schräge Art aktualisierte und überführte das Bildungszentrum Niedernhall mit „Ein märchenhafter Traum“ die Grimmschen Märchen in die heutige Zeit und landeten auf Platz 2 in der Kategorie der 12- bis 17-Jährigen. Der erste Preis ging an Ella Knorz mit „Coral“ für eine fokussierte Erzählform, tolle Kameraeinstellungen und einer wunderbaren Filmmusik. „Das Regietalent“ erzählt „sehr präzise und bringt in dieser kurzen Zeit eine wichtige Topic nämlich "Zivilcourage", „helfen“ auch wenn es fremde Menschen sind, unter“. 

Außerdem wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ein Sonderpreis vergeben. Freien Eintritt zum Kurzfilmfestival CLIP AWARD mit kostenloser Teilnehme an allen dort stattfindenden Workshops gab es für die Macherinnen von „Liquid Lightning“ Janina Arndt und Lucy Kraus – „Poesie, visualisierte Philosophie (...) ein Feuerwerk an Ideen (...) Macht unbedingt weiter, doch manchmal ist weniger mehr“ so die Begründung der Jury. In der Kategorie 18 bis 27 Jahre wurde Anja Gurres für ihren bewegenden Film „Vögel zählen“ mit dem ersten Preis bedacht. „Keine einzige Szene ist überflüssig, dank der Kamera, die uns ebenso mitreißt wie mitfühlen lässt und durch eine wunderbare Kameraauflösungen. Die Musik wie eine Uhr, Tik -Tak begleitet den Film und unterstreicht die Bilder aussagekräftig.“ 

10 Jahre GIRLS GO MOVIE

Den zweiten Preis erhielten mit „Toss like a Boss“ Saskia Gottstein, Angi Schimpansi, Stephanie Kahl, Stephanie Rammelt , Franziska Schulz und Ulrike Kaffei für ihre satirische und durchaus kritische Reflexion des „realen Bewerbungsdruck ihrer Generation (...) bei der einem das Lachen auch mal im Halse stecken bleibt“, so die Jury. „Eine symbolreiche Filmarbeit über das Anderssein, Dabeiseinwollen, Fremdfühlen und den inneren Rückzug“ lieferte Vanessa Szill, Daniela Maier, Anna-Maria Stefan mit „Captured“ und erhielten dafür den dritten Preis. Die Girls-Jurys von Gleichaltrigen der beiden Alterskategorien wählten hingegen andere Filme: „It seems perfect“ wurde von den 12- bis 17-Jährigen mit einem Preis bedacht, denn er „zeigt, dass jeder Mensch zwei Gesichter hat und sozusagen eine Maske im Leben trägt“. Saskia Gottstein und Theresa Schaub wurden mit „Auf der anderen Seite“ von den 18- bis 27-Jährigen ausgezeichnet, denn „Der Film greift Vorurteile in einer kreativen Weise auf und eröffnet in all der Aktualität einen neuen Blickwinkel“. Insgesamt wurde im Jubiläumsjahr eine Summe von 3050 Euro ausgeschüttet. 

Gerahmt wurde die Preisverleihung durch Grußworte der Träger in Person von Frau Dr. Ulrike Freundlieb (Dezernat III, Bildung, Kinder, Jugend, Familie, Gesundheit) und Julia Lück (Vorstand Stadtjugendring Mannheim e.V.) sowie der Schirmherrinnen Daniela Knapp (Kamerafrau ausgezeichnet mit dem Deutschen Kamerapreis) und Daniela Kötz (Programm Management Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg und Festival des Deutschen Films Ludwigshafen). pm

Fotos: Bibi & Tina - DIE GROSSE SHOW

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Unfall in Seckenheimer Landstraße

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Fotos: ,Ladies Night - ganz oder gar nicht‘ im Capitol

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