Hoch über den Dächern des Stadthauses N1.
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Hoch über den Dächern des Stadthauses N1.
Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
Die Bürgermeister Quast (li.) und Specht erklären die notwendige Schließung.
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Die Bürgermeister Quast (li.) und Specht erklären die notwendige Schließung.
Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.
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Das Turmcafé Stars im Stadthaus N1 muss schließen.

Stadt greift durch

Schließung wegen Brandschutz: Das war‘s (vorerst) fürs „Stars“

Mannheim-Innenstadt – Die überraschende Schließung des beliebten „Turmcafé Stars“ – wegen laut Bürgermeister Specht „akuter Gefahr für Leib und Leben“ eine unumgängliche Maßnahme.

Im ersten Moment erscheint es unlogisch: Das Baurechtsamt der Stadt Mannheim schließt nach mehr als zwei Jahrzehnten überraschend das „Turmcafé Stars“ – aus Brandschutzgründen (WIR BERICHTETEN)!

Viele MANNHEIM24-Leser fragen erstaunt: Und 22 Jahre lang gab‘s keine Sicherheitsbedenken und war alles okay? Oder wurde gar ein Auge zugedrückt?

Doch warum genau wurde die Cocktailbar 30 Meter hoch über dem Paradeplatz im Stadthaus N1 letztendlich am 26. August dicht gemacht?

Klarheit dann am Dienstagmorgen nach der offiziellen Pressekonferenz im Rathaus: „Wegen akuter Gefahr für Leib und Leben mussten wir handeln! Zum Schutz der Besucher aber vor allem auch der Bediensteten. Da müssen wirtschaftliche Aspekte hinten anstehen“, erklärt Erster Bürgermeister Christian Specht (50, CDU).

Eine solche vorläufige Nutzungsuntersagung komme äußerst selten vor, so der Sicherheitsdezernent weiter. Von dem Aus sind zehn Festangestellte und rund 20 Aushilfen betroffen, vorerst arbeitslos! Die Agentur für Arbeit ist bereits eingeschaltet.

Fatal: Ein erster Gutachter, der am 12. März 2014 nach einem Brand im Stadthaus am 10. Februar beauftragt wurde, hatte keine Gefahr für Leib und Leben festgestellt, wurde im August 2015 gegen einen zweiten ausgetauscht.

Wir haben das Gutachten an die Feuerwehr weitergegeben, die eine sofortige Einstellung des Betriebes empfohlen hat. Diese wurde am 25. August erlassen und am 26. August umgesetzt“, so Baubürgermeister Lothar Quast (SPD)

Damals investierte das Rathaus 2,95 Millionen Euro in den Brandschutz – rund die Hälfte davon in eine Nottreppe am Oststadttheater.

Wie man diesmal mit der brenzligen Lage umgehen soll, besprechen die Eigentümer des Stadthauses N1: die Stadt Mannheim (50 Prozent), die Landesbank Baden-Württemberg und die SV Versicherungen.

Was unter anderem beim Brandschutz im „Turmcafé Stars“ getan werden muss:  

  • Bau einer äußeren Treppe von der 6. Etage bis zum Podiumsgeschoss
  • Einsetzen von nicht-brennbaren Wänden und selbstschließenden Türen
  • Installation einer Sprinkleranlage auf das Turmcafé
  • Einbau einer automatischen Brandmeldeanlage und von Rauchabzugsanlagen

Doch die Umsetzung dieser Maßnahmen dauern, sind im laufenden Betrieb nicht umsetzbar! Auch die Kosten sind noch nicht absehbar. Derzeit wird für die „Stars“-Betreiber nach alternativen Räumlichkeiten geschaut.

Doch warum gibt‘s 25 Jahre nach Eröffnung des Stadthauses plötzlich Bedenken im Brandschutz?

Experte Thomas Schmitt von der Dienststellenleitung der Feuerwehr Mannheim: „Man sieht etwa Dinge wie die Ausbreitung von Rauch anders, da hat man inzwischen neue Erkenntnisse – auch dank Simulationen. Nach heutiger Rechtslage ist dort der Betrieb eines Cafés nicht mehr möglich.

Nach Vorkommnissen wie dem verheerenden Feuer am Düsseldorfer Flughafen (17 Tote, 88 Verletzte) im April 1996 würde speziell bei öffentlichen Gebäuden eine andere Risikobeurteilung vorgenommen.

Das Stadthaus ist ein zentraler Ort der Begegnung. Es wäre fatal, wenn wir nicht alles tun würden, damit die Sicherheit optimal gewährleistet ist. Auch wenn wir als Stadt nicht Eigentümerin des Turmes sind, sondern die LBBW“, führt Specht aus.

Der Rest des Stadthauses, in dem unter anderem Gemeinderatssaal, Stadtbibliothek, Oststadttheater, rnv Kundenzentrum, Supermarkt und weitere Gastronomie untergebracht sind, ist von der Schließung nicht betroffen.

>>> Brandschutz! Stadt schließt beliebtes „Turmcafé Stars“

pek

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