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Prognose gesenkt

Energiewende zwingt Bilfinger in die Knie

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Mit der Energiewende kamen auch die Investitionsrückgänge. Bilfingers positive Prognosen für das Jahr 2014 werden nicht erreicht. Ausgleichen sollen das Restrukturierungsmaßnahmen. 

Mit erheblichen Investitionsrückgängen kämpft nun der Mannheimer Bauriese Bilfinger. Die Energiewende in Deutschland und anderen Ländern Zentraleuropas hätte maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen. Wie Bilfinger SE nun bekannt gab, kann so die ausgeprochene Prognose einer deutlichen Ergebnissteigerung für das Jahr 2014 nicht erreicht werden.

Schwacher Antrieb für das Geschäftsfeld Power

Insbesondere das Geschäftsfeld Power leide unter den Folgen der Energiewende in Deutschland und der damit einhergehenden finanziellen Einbußen für das Großunternehmen. Ebenfalls schwer getroffen seien die Division Piping Systems.

Im Geschäftsfeld Power wird daher die EBITA-Marge deutlich zurückgehen auf eine Größenordnung von 6 Prozent (2013 vergleichbar: 8,9 Prozent). Dementsprechend ist eine Leistung von rund 1,5 Mrd. Euro (2013 vergleichbar: 1,7 Mrd. Euro) ist zu erwarten.

In dieser Dimension nicht absehbar

Die negativen Auswirkungen auf das Investitionsverhalten in den Ländern Zentraleuropas waren nach Bilfinger in ihrer Dimension nicht absehbar. Kostenloser deutscher Windstrom verhinderte Kraftwerksneubauten in Polen. Sinkende Gaspreise in den USA führten zu drastischen Sparmaßnahmen der europäischen Kunden in der Wartung und Instandhaltung der Öl- und Gasanlagen. Das Ausbleiben von deutschen Kraftwerksprojekten führte zudem zu einer schlechten Auftragslage der Gerüstbauer und weiterer Gewerke. Ihr Ausweichen auf andere Märkte verstärkt den Preisdruck in der Prozessindustrie.

Neue Prognose

Im ersten Halbjahr 2014 wird das bereinigte EBITA deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Die mittelfristigen Profitabilitätsziele werden aber bestätigt. Insgesamt erwartet Bilfinger nun für das Jahr 2014 bei einer Leistung von rund 7,9 Mrd. Euro (2013 vergleichbar, ohne die zum Verkauf gestellten Aktivitäten: 7,7 Mrd. Euro) einen Ergebnisrückgang. Das bereinigte EBITA (2013 vergleichbar: 419 Mio. Euro) wird voraussichtlich zwischen 380 und 400 Mio. €, das bereinigte Konzernergebnis (2013 vergleichbar: 255 Mio. Euro) zwischen 230 und 245 Mio. Euro liegen.

Sparmaßnahmen

Bauriese Bilfinger wird aufgrund der beschriebenen Entwicklungen die Kapazitäten im besonders betroffenen Geschäftsfeld Power und auch im Geschäftsfeld Industrial anpassen. Auch weitere kurzfristige Kostensenkungsprogramme sind vorgesehen. Dies bedeutet einen zusätzlichen Restrukturierungsaufwand in niedriger bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. 

mk

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