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Nach dem Hygieneskandal

Diese Experten leiten die Untersuchung

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Mannheim - Jetzt steht die Experten-Kommission. Am Mittwochnachmittag gab das Klinikum die Expertenrunde bekannt, die klären soll, wie es zum Hygieneskandal kommen konnte. 

Heute gab die Uniklinik Mannheim die Namen der Experten bekannt, die sich in einer unabhängigen Untersuchungskommission mit dem Hygieneskandal beschäftigen sollen.

Die Kommission wurde am Dienstag, 4. November, vom Aufsichtsrat des Uniklinikums Mannheim eingesetzt. Die unabhängigen Hygiene- und Organisationsexperten werden sich in den kommenden Wochen damit befassen, wie es zu den Mängeln in der hygienischen Aufbereitung steriler Instrumente kommen konnte und wer dafür die Verantwortung trägt. 

Zudem soll die Kommission Empfehlungen aussprechen, welche Veränderungen in der Organisation und in den Prozessen des Uniklinikums notwendig sind. Als Hilfestellung hat die Kommission vom ständigen Ausschuss des Aufsichtsrats einen Fragenkatalog an die Hand bekommen.

 „Der Vorgang hat auch grundlegende Fragen von internen Abläufen und Unternehmenskultur im Klinikum aufgeworfen, die wir insgesamt aufarbeiten und beantworten werden“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Das sind die Mitglieder der Untersuchungskommision

Der Untersuchungskomission gehören Experten aus den Bereichen Krankenhausführung, Hygiene, Sterilgutaufbereitung, Organisation und Prüfung von Klinika, sowie Medizinrecht.

Den Vorsitz wird Prof. Dr. Oliver Kölbl (Vorsitzender des Vorstands und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Regensburg) übernehmen.

Außerdem gehören der Kommission an:

> Prof. Dr. rer. nat. Heike Martiny(Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité/Universitätsmedizin Berlin)

> Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Heinz-Michael Just (Universitätsinstitut für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie Paracelsus Medizinische Privatuniversität Klinikum Nürnberg)

> Frank-Michael Frede (Geschäftsführer Vamed Deutschland, einer der führenden Partner für die Errichtung, die Erneuerung und den Betrieb der Infrastruktur von Krankenhäusern, insbesondere der zentralen Sterilgutaufbereitung)

> Harald Schmidt (Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, ehemals Leiter des Geschäftsbereichs Gesundheitswesen, PricewaterhouseCoopers (PwC))

> Harald Heck (Fachanwalt für Medizinrecht, Aufsichtsratsvorsitzender Depré Rechtsanwalts AG, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Mannheimer Anwaltvereins)

Das Ziel der Kommission liegt darin, Erkenntnisse sofort umzusetzen und bereits zum Jahreswechsel einen Zwischenbericht im Aufsichtsrat zu erhalten. Ein Abschlussbericht ist für Februar 2015 vorgesehen.

Die Unabhängigkeit der Kommission soll dadurch gewährleistet werden, dass sie durch eine Geschäftsstelle unterstützt wird, die bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angesiedelt ist. 

Wie das Klinikum außerdem mitteilte, ist das Klinikums-Personal angehalten, Hinweise direkt an die Geschäftsstelle zu geben. Diese wird als Meldestelle  eingehende Hinweise bündeln und in die Kommission einbringen.

++++++ Hintergrund

Nachdem bei einer Untersuchung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe Hygiene-Mängel festgestellt wurden, steht das Mannheimer Uniklinikum unter ernormen Druck. Infolge des Hygieneskandals trat Alfred Dänzer als Klinikchef zurück.

>>>>> Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim

Universitätsklinikum Mannheim/rmx

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