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Das Zika-Virus übertragen bestimmte Steckmücken. Neben der Übertragung durch Mücken ist die sexuelle Übertragbarkeit des Virus bekannt.

Zika-Virus: Erste Sex-Übertragung in Deutschland

Erstmals ist eine sexuelle Übertragung des Zika-Virus in Deutschland bekannt geworden. Das vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage. 

Eine Frau, bei der das Virus diagnostiziert wurde, habe sich selbst nicht in Zika-Gebieten aufgehalten. Es sei angesichts der Jahreszeit und der geografischen Lage auszuschließen, dass Mücken das Virus übertragen hätten, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mit.

Ihr ebenfalls infizierter Partner sei dagegen zuvor in Puerto Rico gewesen. Nach seiner Rückkehr übertrug er das Virus auf seine Partnerin, die daraufhin ebenfalls erkrankte.

Auf Anfrage teilte das Gesundheitsministerium mit, dass es sich nicht um einen Fall in Bayern handelt. Eine Infektion verläuft meist mild. Bei Schwangeren kann das Virus aber zu einer Hirnfehlbildung des Babys führen.

Aktuell verbreitet ist das Virus vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik. Auch andere Urlauber haben das Zika-Virus schon nach Deutschland eingeschleppt.

Symptome einer Zikavirus-Infektion

Eine Zikavirus-Infektion macht sich vor allem durch Hautausschlag und Gelenkschmerzen bemerkbar und ähnelt einer milden Dengue- oder Chikungunyavirus- Infektion. Neben der Übertragung durch Mücken ist die sexuelle Übertragbarkeit des Virus bekannt.

Männlichen Reiserückkehrern aus Ausbruchsgebieten wird der Gebrauch von Kondomen übergangsweise bzw. laut einer Empfehlung des ECDC beim Sex mit schwangeren Frauen der Kondomgebrauch bis Ende der Schwangerschaft empfohlen.

dpa

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