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Immer mehr Arztpraxen in Baden-Württemberg können nicht nachbesetzt werden.

Gebiete in Baden-Württemberg unterversorgt

Ärzte auch in der Region Mangelware?

Mannheim/Heidelberg/Eberbach – Die Hausarztversorgung in Baden-Württemberg ist nicht überall gleich gut gewährleistet. So sieht es in der Region aus: 

In den kommenden fünf Jahren können voraussichtlich rund 500 Hausarztpraxen, in denen ein Arzt aufhört, nicht nachbesetzt werden. 

Davon geht die kassenärztliche Vereinigung in Baden-Württemberg aus. Das entspreche rund zehn Prozent der bestehenden Praxen. Schon jetzt fehlen Ärzte im Land.

Von den 101 Versorgungsgebieten in Baden-Württemberg sind 29 Gebiete unterversorgt, wie aus der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung hervorgeht. Wenn das Arzt-Einwohner-Verhältnis stimmt, spricht man von einer 100-Prozent-Versorgung.

Wie sieht es in der Region aus? 

Dort ist es um die Versorgung gar nicht einmal so schlecht bestellt. In Heidelberg liegt die Versorgung bei 114,2 Prozent, in Mannheim sogar bei 116,3 Prozent.

Doch schon ganz in der Nähe flacht die Quote deutlich ab. So weist Eberbach mit nur 67,7 Prozent, die landesweit schlechteste Hausarztversorgungsquote auf. Die zweitschlechteste Quote gibt es mit 77,8 Prozent in Horb (Kreis Freudenstadt).

Auch deswegen gibt es seit mehr als fünf Jahren das Weiterbildungsprogramm für medizinische Fachangestellte zur Versorgungsassistentin.

Dieses soll Ärzte entlasten. In Baden-Württemberg sind 2255 von bundesweit 7155 Assistentinnen unterwegs, wie der Hausärzteverband zusammen mit der Krankenkasse AOK mitteilt. Fast drei Viertel (71 Prozent) der Assistentinnen sind demnach für Landarztpraxen unterwegs.

Sie sind medizinische Fachangestellte mit Zusatzausbildung und dürfen Hausbesuche machen, bei denen sie Blut abnehmen, Wunden versorgen und kontrollieren, ob die Patienten ihre Medikamente einnehmen. Die Diagnosen stellt aber weiterhin der Arzt.

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch 37 Bezirke, in denen sich keine weiteren Hausärzte niederlassen dürfen. Denn dort liegt der Versorgungsgrad über 110 Prozent. Spitzenreiter beim besten Versorgungsgrad des Landes ist Freiburg mit 145,8 Prozent.

dpa/kp

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