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Wegen des warmen Wetters blühen sogar noch einige Rosen!

Besorgte Gärtner

Warmer November verwirrt Pflanzen!

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Neustadt/ Weinstraße – Gärtner in der Region sind besorgt. Denn: Das ungewöhnlich warme Wetter tut ihren Pflanzen nicht gut. Wie die Natur auf die Temperaturen reagiert:

„Die Pflanzen sind etwas verwirrt“, sagt der Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, Werner Ollig, in Neustadt. 

Manche Rosen würden sogar noch blühen und ihre Blätter behalten.

Während sich die meisten Menschen aus der Region über die ungewöhnlich warmen Sonnenstrahlen freuen, sind die Gärtner besorgt und hätten lieber den Winter zurück. 

„Eigentlich würden wir uns wünschen, dass die Temperaturen runterfahren“, sagt Ollig.

Was ist die Gefahr?

Wenn die Temperatur nicht bald sinkt, könne es passieren, dass sich die Pflanzen zu früh auf das Frühjahr einstellen und den Saft, der derzeit in ihr Unteres wandere, wieder nach oben transportierten.

Gut wäre eine „Winterruhe“ von November bis Mitte März, mit Schnee und frostigen Temperaturen. „Das ist eine Sprache, die alle Pflanzen verstehen,“ erklärt der Experte.

Hätte ein Winter mehrere warme Phasen, könne das die Pflanzen schwächen.

Ollig vergleicht die Pflanzen mit einem Sprinter: „Das wäre, wie wenn ein Hundert-Meter-Läufer drei bis vier Fehlstarts macht.“

Doch: Glücklicherweise signalisiert den Pflanzen auch die Kürze der Tage, dass es auf den Winter zugeht. „Wenn das jetzt auch noch anders wäre, würden die wirklich anfangen, zu blühen,“ so Ollig.

dpa/kp

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