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Die Geschichte der Jeans reicht in das Jahr 1873 zurück. Sie ist eine Erfindung von Levi Strauss.
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Der lockere Schnitt der Boyfriend-Jeans umspielt frauliche Hüften und passt gut zu kurzen Oberteilen und Bouclé-Jacken.
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Die Alltagshose: Unter die Bootcut passen auch Stiefelschäfte. Dazu passen: Rollkragen oder Oversized-Pullis.
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Die Skinny-Jeans lässt sich mit allem kombinieren. Angesagt: High Waist. Passt zu: Kurzen bauchfreien Tops.
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Super bequem: Die Baggy-Pants sind lang weit und tief geschnitten.
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Lena Gercke weiß wie es geht und setzt auf Culotte-Jeans.
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Der „destroyed-Look“ macht den Jeansträger jungendlich. 

Ein vielseitiger Klassiker

Welche Jeans past zu mir und zu was passt zu meinen Jeans?

So viel Jeans im Schrank – aber zu was passen sie denn überhaupt? Und: Kann Frau überhaupt alle Formen tragen? Die Antworten: 

Die Geschichte der Jeans reicht in das Jahr 1873 zurück. Levi Strauss, ein Einwanderer aus Franken erfand die stabile Arbeiterhose der Goldgräber, die es später auf die Laufstege dieser Welt schaffte. Wenig glamourös: Sie bestand aus grobem Baumwollstoff, war blau gefärbt und mit Nieten aus Pferdegeschirr beschlagen. 

Doch seitdem hat die Jeans eine erstaunliche Evolution hingelegt. In der Freizeitgarderobe findet sie ebenso ihren Platz wie als Party-Outfit, Hippie-Accessoire oder Hockerröhre.

Der Klassiker

Die Ursprungsjeans ist die gerade geschnittene Five-Pocket-Jeans mit normaler Leibhöhe. Berühmtestes Beispiel: die Levi's 501. Katrin Friedrich von der Modeschule Kehrer in Stuttgart zählt die Kennzeichen auf: „Eingriffstaschen, zwei aufgesetzte Taschen im Rückenteil, Uhrentasche, Nieten und Patentknopf“. Alle anderen Schnitte variieren diese Ur-Form etwa in Leibhöhe und Länge. Der Schnitt passt zu jedem, der es schlicht und praktisch mag – dafür ist die Hose schließlich gemacht.

Mom, Dad, Boyfriend für frauliche Hüften

Was nach Familientreffen klingt, sind Abwandlungen der klassischen Geraden. Die Mom ist in Karottenform geschnitten, hat einen hohen Bund und sitzt locker an Bein und Gesäß.

Dad- und Boyfriend-Jeans verlaufen eher gerade und sitzen normal (Dad) oder tief (Boyfriend) auf der Hüfte. Besonders reizvoll ist es, wenn Frauen die klassischen Männermodelle tragen. „Die Boyfriend ist bei fraulichen Hüften ganz gut“, erklärt Stilberaterin Bianca Stäglich. Der lockere Schnitt umspielt füllige Gesäße und quetscht nicht so wie enge Modelle. 

Was dazu passt:  Schicke Oberteile wie Kurzblazer oder Bouclé-Jacken sorgen hier für interessante Stilbrüche.

Bootcut für den Alltag

Das Beinkleid der Bootcut-Jeans ist unten etwas weiter geschnitten, damit auch Stiefelschäfte darunter passen. „Eine normale Bootcut sollte jeder im Schrank haben“, findet Stilberaterin Täglich.

Extremere Varianten sind Flared-Jeans oder Schlaghosen, die besonders weit ausgestellt sind. Seit den 90ern fast verschwunden, kehren sie nun auf die Straßen zurück.

Was dazu passt: Zum Look, der vor allem durch die Hippie-Bewegung populär wurde, empfiehlt Stäglich zum Beispiel Rollkragen- oder Oversize-Pullis.

Skinny-Jeans: Der Allrounder

Genau das Gegenteil ist die momentan allseits präsente Skinny-Jeans. Hauteng geschnitten lässt sie sich mit fast allem kombinieren. „Eine Skinny mit dunkler Waschung ist auch im Büro gut zu haben“, sagt die Stilberaterin. Caroline Klein vom Netzwerk Deutscher Mode- und Textildesigner nennt sie „die Unersetzbare“.

Momentan gibt es sie in High-Waist-Form, also mit hohem Bund. „Das macht das Bein schön lang“, erklärt Klein den Vorzug dieses Schnittes.

Was dazu passt: Mit der entsprechenden Figur kann man den hohen Bund auch gut mit kurzen, bauchfreien Tops kombinieren.

Ganz lässig: Baggy-Pants und Culotte

Ganz leger sind dagegen Baggy-Pants und Culotte. Die eine weit, lang und tief sitzend, die andere gerade geschnitten und mit weit schwingendem Saum in 3/4 oder 7/8 Länge. „Die Culotte kommt gerade wieder auf den Markt“, beobachtet Designerin Klein.

Was dazu passt: Mit ihren extrem weiten Beinen erinnert sie schon fast an einen Rock und wirkt deshalb zugleich lässig und schick. Dazu passen eher engere Oberteile. Wegen des kürzeren Schnittes empfiehlt Stäglich sie aber eher Frauen mit schlanken Fesseln.

Der besondere Look durch spezielle Waschungen 

Neben den verschiedenen Formen machen Material und Waschung die Optik aus. „Raw denim ist fast schwarz“, erklärt Klein die Farbe vor der ersten Waschung. Dann wird durch verschiedene Techniken wie Bleichen der endgültige Look hergestellt. Der ist dann zum Beispiel „clean“ oder „used“, erklärt Katrin Friedrich, also gleichmäßig gefärbt oder mit den typischen verblassten Stellen am Gesäß oder den Knien, die wie Gebrauchsspuren aussehen.

„Oft sind es ganz viele Schritte, bis die Waschung fertig ist“, erklärt Designerin Klein. Chlorbleiche, Laser, Schleifpapier oder Stone-Wash kommen dabei zum Beispiel zum Einsatz. Bei letzterem werden Steine in die Waschtrommel gegeben, um Abriebeffekte zu erzielen.

Angesagt: Sanfte Waschungen

Gerade sieht man eher sanfte Waschungen im Stil der 70er und 80er Jahre, weiß Klein. Sie wirken dezent und klassisch und lassen sich gut kombinieren. Spezieller wirken starke Kontraste von dunklem Denim zu fast weißen Bleichstellen auf Oberschenkeln oder Po.

Doch Achtung: Kräftigere Frauen sollten mit solchen hellen Waschungen allerdings vorsichtig sein, weiß Stäglich. Denn sie machen Bein und Gesäß optisch breiter

Laserdrucke

„Gerade sind auch Laserdrucke in“, zählt Designerin Klein einen weiteren Trend auf. Durch Lasertechnik entstehen dabei feine Muster auf dem Stoff. „Ein ganz großes Thema sind momentan auch Open Edges“, weiß Klein, also ausgefranste Kanten. Sie gehören zum Destroyed-Look, den Elemente wie Risse und Löcher im Stoff kennzeichnen. Die Jeans wird so rebellisch und jugendlich.

dpa/kp

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